News März 2006

Verleumdungen bei Wikipedia

Gegendarstellung

Neuss, den 03.03.2006


Sehr geehrte Damen und Herren,

auch per e-mail senden wir Ihnen diesen Brief zu mit der Bitte, die Gegendarstellung zum Thema "Biophoton" unverzüglich im vorhandenen Text zu veröffentlichen und dort auch zu belassen, da es uns seit Monaten nicht gelingt, diesen Text dort unterzubringen. Wir sind Betroffene und nach gängiger Rechtsvorstellung (auch in den USA) berechtigt, uns vor Verleumdung zu schützen.

Diese Gegendarstellung lautet, wie folgt:

Die Literatur, die der Verfasser angibt, ist alles andere als eine seriöse Vorlage zur inhaltlichen Nachvollziehbarkeit der wirklichen Situation. Einige Fehler erscheinen harmlos: So ist es falsch, dass Colli nach Gurwitsch der erste war, der 1954 den objektiven Beweis für die Existenz der "mitogenetischen Strahlung" geliefert hat. Schon um 1930 hat kein Geringerer als B.Rajewski am Lehrstuhl für Biophysik in Frankfurt am Main den auf dem 99%-Niveau signifikanten Nachweis der Existenz dieser Strahlung mit den damaligen Photodetektoren geliefert (Literatur bei B. Ruth, einem Doktoranden von F.A.Popp, Dissertation in Physik, Marburg 1977). Die Zwiebelversuche Gurwitsch´s wurden von dem späteren Nobelpreisträger D.Gabor in Berlin-Siemensstadt eindeutig reproduziert. Für Gurwitsch fehlte nur eine Stimme zum Nobelpreis. Die Gegner Gurwitsch´s beharrten auf ähnlich falschen Argumenten, wie sie in diesem Beitrag andeutungsweise übernommen sind.
Absurd ist die Behauptung, die "meisten" Wissenschaftler teilten die Auffassung dieses anonymen Autors. Damit soll der Eindruck erweckt werden, dass der Autor die "meisten" Wissenschaftler kenne und deshalb kompetent sei, sich ein Urteil zu bilden. Abgesehen davon, dass er keinen einzigen seriösen Wissenschaftler nennen kann, der seine Auffassung teilt, stimmen weder die Daten zur Biophotonen-Emission einer Zelle noch die Behauptung, dass man monochromatische Interferenz benötigt, um die Kohärenz nachzuweisen. Die Quantenoptik ist heute wesentlich weiter fortgeschritten, um auf Kohärenzbeweise von Schulversuchen angewiesen zu sein. Jeder Laie kann sich natürlich auch ausrechnen, dass man anstelle einer einzigen Zelle mühelos mehrere Milliarden Zellen - entsprechend etwa einem Gramm Biomasse - verwenden kann, um genügend hohe Intensitäten zum Kohärenzbeweis zu erhalten. Dieser Beweis wurde übrigens schon um 1981 geführt: F.A.Popp, B.Ruth, W.Bahr, J.Grass, G.Grolig, M.Rattemeyer, H.G.Schmidt and P.Wulle: Collective Phenomena (Gordon&Breach) 3 (1981), 187-214. Die extrem lückenhaft zitierte Literatur, die sich auf einen Teilaspekt der Biophotonenforschung bezieht, stammt im übrigen von kompetenten Fachzeitschriften, die nur Arbeiten akzeptieren, wenn sie von Experten des Gebietes nach sorgfältiger Prüfung empfohlen worden sind. Zu den kompetenten Wissenschaftlern dieses Gebietes, die die Arbeiten des Physikers Fritz-Albert Popp verstehen können, gehört der Autor dieses Beitrages sicher nicht. Seriöse und fachkompetente Hinweise auf "Biophoton", "Biophotonen" und "Biophotonik" findet man unter www.biophotonik.de (Bibliographie).

Mit freundlichen Grüßen,

i.A. Alexander Popp, Internationales Institut für Biophysik, 41472 Neuss