Neuss, den 03.03.2006
Sehr geehrte Damen und Herren,
auch per e-mail senden wir Ihnen diesen Brief zu mit der Bitte, die Gegendarstellung zum Thema "Biophoton" unverzüglich im vorhandenen Text zu veröffentlichen und dort auch zu belassen, da es uns seit Monaten nicht gelingt, diesen Text dort unterzubringen. Wir sind Betroffene und nach gängiger Rechtsvorstellung (auch in den USA) berechtigt, uns vor Verleumdung zu schützen.
Diese Gegendarstellung lautet, wie folgt:
Die Literatur, die der Verfasser angibt, ist alles andere
als eine seriöse Vorlage zur inhaltlichen Nachvollziehbarkeit der wirklichen
Situation. Einige Fehler erscheinen harmlos: So ist es falsch, dass Colli
nach Gurwitsch der erste war, der 1954 den objektiven Beweis für die
Existenz der "mitogenetischen Strahlung" geliefert hat. Schon um
1930 hat kein Geringerer als B.Rajewski am Lehrstuhl für Biophysik in
Frankfurt am Main den auf dem 99%-Niveau signifikanten Nachweis der Existenz
dieser Strahlung mit den damaligen Photodetektoren geliefert (Literatur bei
B. Ruth, einem Doktoranden von F.A.Popp, Dissertation in Physik, Marburg 1977).
Die Zwiebelversuche Gurwitsch´s wurden von dem späteren Nobelpreisträger
D.Gabor in Berlin-Siemensstadt eindeutig reproduziert. Für Gurwitsch
fehlte nur eine Stimme zum Nobelpreis. Die Gegner Gurwitsch´s beharrten
auf ähnlich falschen Argumenten, wie sie in diesem Beitrag andeutungsweise
übernommen sind.
Absurd ist die Behauptung, die "meisten" Wissenschaftler teilten
die Auffassung dieses anonymen Autors. Damit soll der Eindruck erweckt werden,
dass der Autor die "meisten" Wissenschaftler kenne und deshalb kompetent
sei, sich ein Urteil zu bilden. Abgesehen davon, dass er keinen einzigen seriösen
Wissenschaftler nennen kann, der seine Auffassung teilt, stimmen weder die
Daten zur Biophotonen-Emission einer Zelle noch die Behauptung, dass man monochromatische
Interferenz benötigt, um die Kohärenz nachzuweisen. Die Quantenoptik
ist heute wesentlich weiter fortgeschritten, um auf Kohärenzbeweise von
Schulversuchen angewiesen zu sein. Jeder Laie kann sich natürlich auch
ausrechnen, dass man anstelle einer einzigen Zelle mühelos mehrere Milliarden
Zellen - entsprechend etwa einem Gramm Biomasse - verwenden kann, um genügend
hohe Intensitäten zum Kohärenzbeweis zu erhalten. Dieser Beweis
wurde übrigens schon um 1981 geführt: F.A.Popp, B.Ruth, W.Bahr,
J.Grass, G.Grolig, M.Rattemeyer, H.G.Schmidt and P.Wulle: Collective Phenomena
(Gordon&Breach) 3 (1981), 187-214. Die extrem lückenhaft zitierte
Literatur, die sich auf einen Teilaspekt der Biophotonenforschung bezieht,
stammt im übrigen von kompetenten Fachzeitschriften, die nur Arbeiten
akzeptieren, wenn sie von Experten des Gebietes nach sorgfältiger Prüfung
empfohlen worden sind. Zu den kompetenten Wissenschaftlern dieses Gebietes,
die die Arbeiten des Physikers Fritz-Albert Popp verstehen können, gehört
der Autor dieses Beitrages sicher nicht. Seriöse und fachkompetente Hinweise
auf "Biophoton", "Biophotonen" und "Biophotonik"
findet man unter www.biophotonik.de (Bibliographie).
Mit freundlichen Grüßen,
i.A. Alexander Popp, Internationales Institut für Biophysik, 41472 Neuss