News Februar 2006

Wikipedia und kein Ende

Wegen der vielen bekannten Nachfragen und Ermunterungen, "durchzuhalten", möchten wir gerne eine Erklärung zur Sache abgeben:
(1) Wikipedia, das teilweise hervorragende und nützliche Beiträge liefert, bietet auf der anderen Seite anonymen Verleumdern eine juristisch wasserdichte Plattform, die von den Gegnern des weltweit angesehenen Biophysikers Fritz-Albert Popp genutzt wird, um die Fakten zu fälschen und den Wissenschaftler im eigenen Land zu diffamieren. Das dürfte unstreitig sein.
(2) Wir sehen diesen Verleumdungen, die sich in ihrer schlimmsten Form den Anstrich der Objektivität verleihen, teilweise gelassen entgegen, da sie sich in der Aufklärung der Geschichte der Biophotonen und Biophotonik als unauslöschliche Dokumente erweisen werden. Das ist, wie zum Beispiel auch der DNA-Test, ein erheblicher Vorteil der modernen Technik. Irgendwann werden diese Heckenschützen auch öffentlich entlarvt.
(3) Wer sich für die Wahrheit näher interessieren sollte, ist gerne eingeladen, sich mit dem IIB in Neuss in Verbindung zu setzen, oder die Homepages [http://www.biophotonik.de ]oder [http://www.lifescientists.de ]zu lesen (es gibt dort die Seiten: Geschichte, News, z.B. Januar und Februar 2006, News/Ideenwettbewerb, ...).

In der folgenden kurzen Geschichte (siehe Kopie des Originals aus Wikipedia unten) sind beispielsweise mindestens die folgenden Bemerkungen grundfalsch. (1) Nach Alexander Gurwitsch haben weit vor Colli und weit vor 1954 viele Wissenschaftler an angesehenen Instituten mit Photomultipliern die Strahlung nachgewiesen. Bibliographie und Beleg beispielsweise unter B. Ruth, Dissertation in Physik, Marburg 1977.

(2) Die Behauptung, die Kohärenz ließe sich wegen der geringen Intensität nicht nachweisen, ist genau so lächerlich wie die an Arroganz unübertreffliche Selbstdarstellung dieses Anonymus, er habe mit den "meisten Physikern" darüber gesprochen. Er ist nicht einmal in der Lage, einen einzigen seriösen Physiker zu benennen, der seinen Unsinn glaubt.

(3)Offenbar ist er auch nicht in der Lage, darüber nachzudenken, dass das Licht natürlich kohärent bleibt, wenn man anstelle einer einzigen Zelle Milliarden von Zellen gleichzeitig untersucht, und offenbar hat er nicht die geringste Ahnung davon, dass eine Zelle bereits genügend hohe Intensitäten zu liefern vermag. Kein Wunder, dass dieser uns sehr wohl bekannte Unbekannte sich (wieder einmal) als Experte ausgibt.

(4) Die nun folgende Geschichte ist deshalb auch ein tiefer Einblick in die augenblickliche Geschichte der deutschen Wissenschaft. Die weiteren Anmaßungen und Urteile wie "umstritten" etc. belegen, dass sich dieser Geschichtsfälscher einbildet, er verfüge als Anonymus über das Recht, die Wissenschaft zu beurteilen. Wir glauben uns daran zu erinnern, dass eine Eidesstattliche Versicherung von diesem deutschen "Wissenschaftler" existiert, in der er erklärt, es gäbe nichts in der Physik, das er nicht beherrsche. Einstein ist demgegenüber ein Weisenknabe. Wir wollen es dabei belassen, da die übrigen Ausführungen dieses selbsternannten Experten nicht besser sind.

== Geschichte == Das ist nun das Original aus Wikipedia
In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts gelangte der russische Biologe [[Alexander Gurwitsch]] nach Experimenten mit keimenden Zwiebeln zu der Auffassung, dass lebende Zellen eine sehr schwache Lichtstrahlung abgeben. Er nannte sie "mitogenetische Strahlung", und zwar aufgrund seiner Vermutung, dass diese Strahlung die Zellteilung ([[Mitose]]) auslösen könne. Wegen der aufkommenden [[Biochemie]], die Zellprozesse als Folgen von biochemischen Signalketten beschreibt, wurde die "mitogenetische Strahlung" nicht weiter untersucht.

Verschiedene experimentelle Hinweise auf eine ultraschwache [[Photonen|Photonenemission]] von biologischen Systemen blieben in der Folgezeit weitgehend unbeachtet. Die Quelle dieser "dunklen Lumineszenz" wurde, soweit man die Existenz überhaupt anerkannte, auf spontane Unvollkommenheiten des Zellstoffwechsels (z.B. Oxidations- und Radikalreaktionen) zurückgeführt. Eine biologische Bedeutung wurde bezweifelt. Hauptwidersacher von Gurwitschs Thesen war der Biochemiker Alexander Holländer. Er und andere Wissenschaftler waren der Meinung, dass die Entdeckung solange zweifelhaft bliebe, bis die Strahlung objektiv gemessen sei.

[[1954]] gelang es den italienischen Astronomen L. Colli, U. Facchini u. a., die Lichtemission von Pflanzenzellen direkt zu messen, indem sie einen Photonenverstärker verwendeten, den sie zur Beobachtung weit entfernter Sterne gebaut hatten. Als sie diesen auf Blätter, Weizen-, Mais- und Bohnenkeime richteten, entdeckten sie eine schwache, ungefähr konstante Photonenemission. Spätestens mit den Messungen von [[Terence Quickenden]] et al. 1967 an der Universität von West-Australien gilt die schwache spontane Lichtaussendung von Zellen als etablierter Fakt. In der Folgezeit wurde von einzelnen Wissenschaftler/innen die Hypothese aufgestellt, dass Körperzellen über ihre elektromagnetische Strahlung untereinander Signale austauschen - ohne Umweg über chemische Botenstoffe.

In den [[1970er]] Jahren wiesen mehrere Wissenschaftler erneut Photonenstrahlung aus biologischem Gewebe nach, unter anderem der deutsche Physiker [[Fritz-Albert Popp]], der zunächst an der [[Universität Marburg]] arbeitete, bald aber ein neues Institut für seine Forschungen gründete. Um eine Verwechslung mit der bekannten und offen sichtbaren [[Biolumineszenz]] (Glühwürmchen) auszuschließen, nannte er die ultraschwache biologische Strahlung "Emission von Biophotonen". Popp vermaß das Spektrum dieser Strahlung und fand Wellenlängen zwischen 200 und 800 nm mit einer kontinuierlichen Verteilung, sowie Intensitäten von wenigen bis einigen hundert [[Quanten]] pro Sekunde und pro Quadratzentimeter Oberfläche. Popp vermutete, dass diese Strahlung, wie bei Laserlicht, [[Kohärenz|kohärent]] ist. Wegen der extrem geringen Wahrscheinlichkeit einer Photonenemission pro Zelle, nämlich typischerweise weniger als ein Photon pro Monat, vergehen durchschnittlich mehr als 100 Jahre bis zur erneuten Emission eines Photons gleicher Wellenlänge, wodurch der direkte Nachweis der [[Kohärenz]] mittels Wellenüberlagerung unmöglich ist. Zur äusserst umstrittenen [[Hypothese]] der Kohärenz liegen bislang theoretische und experimentelle Studien in folgenden Artikeln vor:
*F.A.Popp and K.H.Li: Hyberbolic Relaxation as a Sufficient Condition of a Fully Coherent Ergodic Field, International Journal of Theoretical Physics 32 (1993), 1573-1583.
*F.A.Popp and Y.Yan: Delayed luminescence of biological systems in terms of coherent states, Physics Letters A 293 (2002), 93-97.
*F.A.Popp, J.J.Chang, A.Herzog, Z.Yan and Y.Yan: Evidence of non-classical (squeezed) light in biological systems. Physics Letters A 293 (2002), 98-102.
Die in diesen Artikeln vorgestellten Theorien und Messungen liefern nach Ansicht der meisten Wissenschaftler keinerlei schlüssige Hinweise oder gar Beweise für eine tatsächliche Kohärenz der ausgesandten Strahlung, was der Forschungsgruppe um Popp einen zweifelhaften internationalen Ruf einbrachte.

Zusammen mit einer Gruppe von Wissenschaftlern, unter anderem aus ausländischen staatlichen Universitäten und Forschungsinstituten, erforschen heute Popp und Kollegen im Internationalen Institut für Biophysik (IIB) bei Neuss nicht nur die Eigenschaften der Strahlung, sondern gehen unter Einschluss der äußeren Anregung mit [[Laser]]n und anderen Lichtquellen der sogenannten "verzögerten Lumineszenz", ("delayed luminescence") und damit verbundenen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten nach. Unter diesen Wissenschaftlern befindet sich [[Lev Beloussov]], ein Enkel [[Alexander Gurwitsch]]s, der an der Moskauer Staatsuniversität einen Lehrstuhl für Embryologie hat.

Allgemein bildet die Untersuchung schwacher, von Lebewesen oder biologischem Material ausgesandter elektromagnetischer Strahlung einen Teilbereich der [[Biophotonik]]. Dieser Begriff beschreibt im heutigen Sprachgebrauch ganz allgemein die Verbindung von [[Biologie]] und [[Photonik]], also unter anderem alle Arten von medizinischen Untersuchungs- und Heilungsmethoden und Bildgebungsverfahren auf optischer Basis.