Neues vom unbekannten Element
Ein Radioessay von Kurt Kreiler
Sprecher:
A (Sprecher)
B (Sprecherin)
Z (Zitator)
Z2 (Zitatorin)
Pressetext:
Was ist gutes Wasser?
Gibt es seriöse Verfahren, mit deren Hilfe die biologische Wertigkeit
des Wassers beurteilt werden kann? Gibt es Möglichkeiten, verbrauchtes
Wasser nicht nur zu reinigen, sondern zu regenieren? Besitzt Wasser ein
Gedächtnis?
Im Gespräch mit Biophysikern, Biologen und Pionieren der Wasserforschung
(Prof. Heinz-Otto Peitgen, Prof. Fritz Albert Popp, Wolfram Schwenk, Dr.
Wolfgang Ludwig, Dr. Christian Endler) geht der Autor dieser für die
Zukunft des Menschen so wichtigen Frage nach.
Was ist gutes Wasser?
Neues vom unbekannten Element
Ein Radioessay von Kurt Kreiler
A:
Die Zukunft des Wassers ist die Zukunft des Menschen.
Denn das Wasser ist ein Medium und Garant des Lebens, eine Bedingung des
Wachstums und der Gesundheit. Wie der Mensch mit dem Wasser umgeht, so geht
er mit sich selbst um.
(O-Ton Prof. Fritz Albert Popp)
Die Gefahr seh ich gerade darin, dass unser Wasser in einem Maße verschmutzt
wird, dass wir uns den Ast selbst absägen. Das ist eine Riesengefahr.
Schauen Sie, vor 30 Jahren wäre es undenkbar gewesen, dass Sie im Supermarkt
Wasser kaufen. Man konnte aus den eigenen Brunnen oder aus der Wasserleitung
die Qualität bekommen, die man gebraucht hat. Heute gibt es praktisch
nirgend mehr, egal in welchem Land in Europa überhaupt, vor allem in
den Industrieländern, Grundwässer, die nicht verseucht sind. Und
wir wissen gar nicht, welches Risiko wir da auf uns nehmen.
B:
Obwohl das Wasser auf dem blauen Planeten in unvorstellbar grossen Mengen
existiert und obwohl diese Menge niemals ab- oder zunimmt, ist das Lebenselixier
ungleich verteilt. Gutes Trinkwasser ist in den heissen Ländern eine
Kostbarkeit.
Durch das Aufstauen von Flüssen zur Energiegewinnung oder Bewässerung
trocknen in den Nachbarregionen Flüsse und Seen aus und der Grundwasserspiegel
sinkt. Stauseen bilden ideale Brutstätten für Krankheitserreger
und verschmutzen die ohnehin knappen Trinkwasserreserven. Für 80% aller
Krankheiten in den Ländern der Dritten Welt ist Wasserverschmutzung
verantwort-lich. 25 Nationen leiden unter chronischem Wassermangel.
In den nächsten Jahren ist mit einem Anstieg auf das Doppelte zu rechnen.
(Regie: Glucks "Reigen seliger Geister" begleitet Goethes "Gesang der Geister über den Wassern")
Z: (Zitator)
Des Menschen Seele
gleicht dem Wasser:
Vom Himmel kommt es,
zum Himmel steigt es,
und wieder nieder
zur Erde muß es,
ewig wechselnd.
Strömt von der hohen,
steilen Felswand
der reine Strahl,
dann stäubt er lieblich
in Wolkenwellen
zum glatten Fels,
und leicht empfangen
wallt er verschleiernd,
leisrauschend
zur Tiefe nieder.
Ragen Klippen dem Sturz entgegen,
schäumt er unmutig
stufenweise
zum Abgrund.
Im flachen Bette
schleicht er das Wiesental hin,
und in dem glatten See
weiden ihr Antlitz
alle Gestirne.
Wind ist der Welle
lieblicher Buhler
Wind mischt vom Grund aus
schäumende Wogen.
Seele des Menschen,
wie gleichst du dem Wasser!
Schicksal des Menschen,
wie gleichst du dem Wind!
B:
"Alles ist aus dem Wasser entsprungen. Alles wird durch das Wasser
erhalten", sagt Goethe.
A:
Aber wir verwalten das Wasser, wie wir uns selbst verwalten. Es wird gestaut,
gestaucht, verbogen, verunreinigt - gechlort, fluoriert, chemisch aufbereitet
- und am Ende getrunken. Auch wenn der berühmte Schluck aus der Leitung
nicht immer ein Genuß ist. In London, Madrid, Athen, Paris oder New
York möchte man sich mit solchem Wasser nicht einmal die Zähne
putzen.
B:
Viele deutsche Seen sind überdüngt. Der hohe Phosphat- und Stickstoffeintrag
in den Gewässern bedingt starkes Pflanzen- und Algenwachstum, woraus
Sauerstoffmangel resultiert, der zum Kippen der Seen führen kann.
In den 70er-Jahren war das Abwasser die Hauptquelle für die Überdüngung
der Seen. Nachdem in den 80ern verstärkt phosphatfreie Waschmittel
auf den Markt kamen und die Klärwerke Vorrichtungen zum Entfernen der
Nährstoffe einbauten, ist es heute die Landwirtschaft, die durch Umstellung
auf Großproduktion und intensive Tiermast die Seen bedroht.
A:
Vor vierzig Jahren, als es noch keine Massentierhaltung gab, gab es auch
keine Gülle. Niemand hatte 100 Kühe im Stall - und damit bezogen
auf eine relativ kleine Landfläche einen gigantisch hohen Anfall von
Exkrementen. Früher wurde das verdreckte Stroh aus dem Stall auf den
Misthaufen gefahren und konnte in einem Rotteprozeß garen. Der Mist
wurde ausgefahren und von den Bodenbakterien verarbeitet.
Mit dem Aufkommen der Massentierhaltung wurde auf die Strohschütte
verzichtet und wurden die Ausscheidungen durch Bodenspalten in die Güllegrube
abgeführt. Die "Gülle" fiel in den Fäulnisprozeß
und wurde ätzend. Dem suchte man vergebens Abhilfe zu schaffen durch
Verdünnung mit Wasser, was dazu beiträgt, daß die Gülle
schneller ins Grundwasser gelangt. Die Gülle selektiert die Gräser,
verdrängt die Kräuter, vermindert oder vertreibt den Kleewuchs.
So wurden durch die Einführung der Gülle schlechtere Erträge
geschaffen, was man auszugleichen suchte durch die Einführung des Kunstdüngers,
eines Abfallprodukts der Schießpulver-produktion. Mit dem Ergebnis,
daß die meisten landwirtschaftlichen Böden heute so gut wie tot
sind.
B:
Gülle gelangt nicht nur in die offenen Gewässer, sondern auch
ins Grundwasser, was zur Folge hat, daß unser Leitungswasser zunehmend
Nitrate enthält. Aus den Klärwerken wiederum werden schmutzige
Restwasser in natürliche Gewässer abgeführt. Ein unerfreulicher
Kreislauf.
(GERÄUSCH: Wasserrad)
A:
Bei allen politischen und ökologischen Sorgen um den Gebrauch und Mißbrauch
des Wassers ist zuerst einmal doch zu fragen, wie Wasserqualität beschaffen
sein sollte. Beziehungsweise: was Wasser seiner Natur nach ist und was was
es leistet.
B:
Wasser ist das Element der Bewegung. Wasser spricht zu uns durch die Bewegung.
Gutes Wasser bewegt sich anders als schlechtes Wasser. Wasser, sagt Theodor
Schwenk, beharrt von sich aus auf keiner eignenen Form.
Z:
Durch Verzicht auf jede Eigenform wird es zur Schöpfungs-substanz für
das Werden aller Formen.
Durch Verzicht auf jedes Eigenleben wird es zur Ursubstanz allen Lebens.
Durch Verzicht auf stofflich festgelegte Eigenart wird es zum Träger
aller Stoffverwandlungen.
Durch Verzicht auf Eigenrhythmen wird es zum Träger eines jeden Rhythmus.
(O-Ton Peitgen)
Ein Fluss, indem er meandert, also Kurven macht, bildet eine Strömung,
die nicht einfach ein ablaufendes Wasser ist, sondern die eine Rotation
in sich hat.
A:
Prof. Heinz-Otto Peitgen, Bremen
(O-Ton Peitgen)
D.h. wenn man ein Profil durch den Fluss legen würde von einem Ufer
zum andern, und anschauen würde, wie das Wasser sich darin bewegt,
würde man eine Rotation sehen. Und zwar eine Mehrfachrotation, man
würde mehrere Walzen von rotierendem Wasser sehen - so dass wenn man
sich das über den Flusslauf hin vorstellt, nicht nur ein Strömen
ist, sondern ein Strömen mit einem Drehen.
(O-Ton Popp)
Mich faszinieren diese chinesischen Pfannen, wo man an den Bügeln eines
Behälters reibt -
B:
Prof. Fritz-Albert Popp, Neuss
(O-Ton Popp)
- und dann es erreicht, dass das Wasser anfängt zu oszillieren und
wie so ein Springbrunnen verschiedene Fontänen von Wasser herauskommen
- allein nur durch das mechanische Reiben an den Bügeln dieses Behälters.
Das ist ausserordentlich faszinierend. Und es zeigt uns, dass das Wasser
ein schwingungsfähiges Gebilde ist von erstaunlicher Elastizität.
(O-Ton Ludwig)
Energetisch aufbereitetes Wasser, in einem Trinkglas mit dem Finger angeschnippt,
ergibt kleinere und raschere Wellen als unaufbereitetes Wasser.
A:
Dr. Wolfgang Ludwig, Horb
(O -Ton Dr. Christian Endler)
Wasser ist ein mögliches physikalisches Informationsspeicher-
system - wie eine CD, wie eine Computerfestplatte.
B:
Dr. Christian Endler, Graz
A:
Vier Aussagen von Naturwissenschaftlern: drei Physikern und einem Biologen.
B:
Dafür, wie sensibel Wasser reagiert, tritt das von Hahnemann begründete
homöopathische Verfahren den besten Beweis an. In Verdünnungen,
die der eines Wassertropfens in den Weltmeeren entsprechen, scheinen immer
noch Wirkungen des verdünnten Präparats enthalten zu sein.
Allerdings ist der naturwissenschaftliche Nachweis der homöopathischen
Wirkung bisher noch immer gescheitert.
Der Biologe Dr. Endler aus Graz weiß Neues zu berichten.
In jahrelanger Arbeit hat er die Eigenschaften des Wassers erforscht.
(O-Ton Endler)
Ich hab, wie ich vor 14 Jahren begonnen hab, mich einfach geärgert,
dass soviel geglaubt wird, ohne reflektiert zu werden - und auf der andern
Seite, dass soviel borniert nicht geglaubt wird, obwohl's doch interessant
ausschaut.
B:
Endlers Untersuchungen zur Wirkung von homöopathischen
Potenzen haben, wie er sagt, einen allgemein reprodzierbaren Nachweis im
Sinne der Homöopathie erbracht.
(O-Ton Endler)
Wir haben Kaulquappen, die sich zu Fröschen entwickeln - und wir, obwohl
wir ein etwas schlechtes Gewissen dabei haben, machen Tierversuche, indem
wir diese Tierchen erstmal mit Schilddrüsenhormon ein bisschen in zusätzlichen
Stress versetzen - die sind durch ihr Schilddrüsenhormon in der Metamorphose
angespornt, die entwickeln sich noch schneller - die Tiere sind also gestresst,
man sieht, die bekommen nach einer gewissen Zeit vier Beine, das ist natürlich
- unsere gestressten Tiere bekommen diese Beine etwas schneller. Und jetzt
ist das, was wir experimentell machen: ihnen Information im homöopathischen
Sinn zu geben von eben diesem Schilddrüsen-hormon.
Die Information dieses Schilddrüsenhormons, so zeigt sich, hat eine
Wirkung, die diesen Stress wieder aufhebt. Dies ist verblüffend - unsere
zoologischen Kollegen denken, das ist ein Effekt im Gegenteil zu dem, was
sie erwartet hätten, wenn überhaupt etwas zu erwarten wäre
- die homöopathischen Kollegen sagen, das ist genau der Effekt, den
sie erwartet hätten - mir soll beides recht sein, Hauptsache, er ist
reproduzierbar. D.h. die Tiere kommen mit Stress in den Versuch - die Tiere
bekommen die homöopathische Information - und der der Stress wird reduziert
- wir messen das daran, dass die Entwicklung wieder etwas langsamer wird,
wieder die natürliche Geschwindigkeit annimmt. Erst sozusagen Vergiftung,
dann Heilung.
Wie kommt die Information an die Tiere? Was hat das jetzt mit Wasser zu
tun? In der Homöopathie wird ja extrem hoch verdünnt und zwischendurch
durch Verschütteln Energie zugeführt: diesen Substanzen, die dann
als Heilmittel eingesetzt werden. Wir greifen die Information des Schilddrüsenhormons
ab, indem wir
Moleküle dieses Schilddrüsenhormons verdünnen in Wasser,
es verschütteln, wieder verdünnen, wieder verschütteln -
d.h. die Lösung, mit der die Tiere behandelt werden, hat einmal Schilddrüsenhormon
gesehen, gerochen sozusagen, ist aber inzwischen soweit verdünnt worden
- ein Verdünnungsgrad wie ein Tropfen auf hunderttausendmal das Volumen
alle Ozeane der Erde. Das ist der Verdünnungsgrad, in dem eine Potenz
D30 agiert. Da ist sicher kein Thyroxin mehr drinnen, es scheint aber Information
von dem Thyroxin drin zu sein.
Die Wirksamkeit der Homöopathie wird durch diese Experimente plausibel.
A:
Warum geraten sogar Naturwisschenschaftler angesichts der besonderen Eigenschaften
des Wassers ins Staunen?
Warum wird die Frage, ob Wasser ein "Gedächtnis" besitzt,
bereits auf internationalen Kongressen diskutiert?
B:
Physikalische Modelle zur Materieverteilung im Universum
basieren heute auf Gesetzen der Hydrodynamik, die ursprünglich beim
Studium des Verhaltens von Wasser ausgearbeitet worden waren. In einem Helix-Nebel
treffen unterschiedlich heiße Gasschichten aufeinander und erzeugen
dabei Tropfenbildungen, die einen Durchmesser von mehreren Lichtstunden
besitzen. Die physikalischen Prinzipien sind dabei dieselben wie bei vergleichbaren
Tropfenbildungen auf der Skala von Millimetern.
(Regie: kippender Wassereimer, Gießen und Platschen)
Z2 (Zitatorin):
Es ist Wasser, das die Form dieser Erde, der mittleren Region, dieses Himmels,
dieser Berge, dieser Götter und Menschen, des Viehs und der Vögel,
der Kräuter und Bäume und der Tiere zusammen mit den Würmern,
Fliegen und Ameisen annimmt. Das Wasser ist alle diese Formen. Meditiere
über das Wasser.
A:
Aus den Upanischaden.
(Quellgeräusch)
B:
Auf den "Salzburger Wassertagen" im Sommer 2004 kam es zu einer
Begegnung zwischen Physikern, Philosophen, Kulturhistorikern, Wassertechnikern,
Landschaftsarchitekten und Ökologen. Im Zentrum stand die Frage, was
gutes Wasser ist - und welche Verfahren der Wasserqualitätsprüfung
neben der klassischen Wasseranalytik tauglich sind. Erstmals wurden auch
"alternative" Methoden diskutiert.
So referierte Wolfram Schwenk über die von seinem Vater Theodor Schwenk
begründete Tropfbildmethode, die, so einfach sie ist, zu ganz erstaunlichen
Ergebnissen gelangt.
(O-Ton Wolfram Schwenk)
Die Tropfbildmethode ist im Grunde Verhaltensforschung des Wassers. Aber
eben in Bezug auf seine Bewegungsfähigkeit, Beweglichkeit, man könnte
auch salopp sagen: Bewegungs-qualität. Tropfbildmethode ist ein Verfahren,
das Gelegenheit gibt, durch definierte Bewegungsanregungen um eine Bewegungsantwort
zu bitten und dann zu schauen, wie verhält es sich.
A:
Aus 10 cm Höhe fällt alle 5 Sekunden ein Tropfen von destilliertem
Wasser in die Wasserprobe. Die Probe, die mit 10% Glycerin vermischt ist,
ruht als dünne Schicht in einer ebenen Glasschale von 14 cm Durchmesser.
Durch den Aufprall des Tropfens auf die Probe entsteht ein Kraterloch mit
Wellen. Die Tropfenbildschale steht waagerecht in einer Apparatur, welche
die optischen Schlieren sichtbar macht, die durch den Glycerinanteil in
der Wasserprobenschicht entstehen. Nach jedem Tropfeneinfall entstehen neue
Strömungsformen (nämlich Wirbel, Rosetten und Girlanden), die
zum Teil schnell wieder zerfließen oder bleibende und langsam wachsende
Strukturen bilden (wie Linien, Strahlen und Verästelungen).
(O-Ton Wolfram Schwenk)
Ein Wasserwerksdirketor sagte mir einmal: unser Berufsethos ist, den Menschen
gutes Wasser zu liefern, aber von der naturwissenschaftlichen Seite her
wissen wir gar nicht, was gutes Wasser ist. Und unser Bemühen ist nun,
das zu untersuchen: wie verhält sich solches Wasser, das wir als gut
empfinden und erleben. Und da zeigt sich, dass solches Wasser ein Maximum
an Bewegungsmöglichkeiten hat. Ein frisches Quellwasser oder ein Trinkwasser,
das aus unverdorbenem natürlichem Grundwasser gewonnen wird, zeigt
nach der Tropfbildmethode eine unglaubliche Vielfalt an Gestaltungs-möglichkeiten,
während bei einem verschmutzten oder auch durch Stagnation längere
Zeit abgestandenem Wasser diese Bewegungsvielfalt geschwächt wird und
nur noch einfache, weniger intensive und nicht mehr so vielfältige
Formprozesse auftreten. Von daher benutzen wir die Formen, die man bildhaft
dokumentieren kann als Ausdruck des Bewegungsverhaltens des Wassers.
B:
Formenreichtum und -regelmäßigkeit, Organizität und Detailfreude
der gewonnenen Bilder als Qualitätsmerkmal.
Erstaunlich, wie Prof. Peitgen, der Physiker und Biomediziner, auf die Schwenkschen
Bilder reagiert.
(O-Ton Peitgen)
Wenn man seine Bilder anschaut, sieht man nicht nur Fließstrukturen,
sondern man sieht auch baumartige Strukturen. Wie entstehen baumartige Strukturen
in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen? Ich nenne mal ein paar Beispiele:
Gefäßsysteme in uns - sind baumartige Strukturen. Ein Blitz,
der vom Himmel runterkommt, ist eine baumartige Struktur - ein Blitz, der
aufzweigt, verschiedene Äste hat. Und noch ein letztes Beispiel: Flusslaufsysteme.
Wenn man einen Fluss mit seinen Neben und Nebenflüssen betrachtet,
sind das auch baumartige Systeme. Man würde auf den ersten Blick immer
sagen, okay, das sind immer Bäume, die haben etwas Gemeinsames im Hinblick
auf ihre Geometrie - aber dabei bleibt es dann auch. Inzwischen wissen wir
aber - aus der Theorie der Selbstorganisation - , die im Kern eine physikalische
Theorie ist, dass viele dieser unterschiedlichen baumartigen Strukturen
den gleichen Wirkmechanismen verbunden sind. Und das, was ich in der Tropfbildmethode
von Schwenk gesehen habe, ist in der Tat wieder das Gleiche. - Das Glyzerin
in dem Wasser bewirkt, dass diese Mischung eine Flüssigkeit wird, die
ein bisschen steifer ist, eine gewisse Viskosität hat - und wenn nun
der Wassertropfen da drauffällt, dann will er sich ausbreiten, aber
hat dabei einen gewissen Strömungswiderstand. Und die Überwindung
dieser Strömungswiderstände, die da überall sind, die führt
dazu, dass die Fließmuster, die das Wasser zunächst mal machen
kann, dann in Schwierigkeiten kommen, und dann machen sie baumartige Strukturen.
Man könnte sagen: dünn gegen dick, dünnflüssig gegen
dickflüssig, gasförmig gegen flüssig.
B:
Freilich bezieht sich Peitgen nur auf einen singulären Aspekt der Tropfbilder,
nämlich das Phänomen der verästelten Linien. Entscheidend
für Schwenk aber ist die Fülle der Wirbelformen und Rosetten im
Bild. Aus dem Nukleus der Tropfbilder mit gutem Quellwasser wachsen spiralig
gefädelte Tentakeln und reiche Blütenformen, strahlig gelöst
oder in heftigen Konvulsionen begriffen. Die Tropfen, die in verbrauchtes,
verschmutztes, stehendes Wasser fallen, hinterlassen nur ringförmige
Wellenhügel.
A:
Die Bewegung, so darf daraus geschlossen werden, ist der Träger aller
Formen.
(O-Ton Wolfram Schwenk)
Wenn Wasser lange stagniert in der Rohrleitung, verliert es an Gestaltungsfähigkeit.
Die ist optimal, solange das Wasser sich bewegt und am besten, dort wo Wasser
dauernd an Brunnen fließen kann. Bewegung des Wassers und Regeneration
haben etwas miteinander zu tun -
A:
Es gilt, die echten Wasser-Geheimnisse (und derer gibt es viele) von den
Projektionen unserer Wunschvorstellungen zu trennen. Mystifizierend ist
die Annahme, dass das Wasser aufgrund der ihm inhärenten Ordnung eine
Art höhere Weisheit besäße oder dass es wie ein Hündchen
auf unsere Stimmungen reagieren würde. Die zweifelsohne schönen
Eisskristallbilder von Masaru Emotu, die beweisen sollen, dass Wasser auf
den Namen Hitler anders reagiert als auf den Namen Gandhi, sind zustandegekommen,
indem man aus Hunderten von Aufnahmen sich die herausgesucht hat, die das
eigene Wunschdenken bestätigen.
B:
Bekanntlich spricht die Naturwissenschaft von den "Anomalien
des Wassers" und meint damit jene Eigenschaften, die die Voraussetzung
dafür bilden, daß auf der Erde Leben entstehen und sich entwickeln
konnte. Bestünde Wasser wie die vergleichbaren Wasserstoffverbindungen
Schwefelwasserstoff oder Silenwasserstoff aus neutralen Einzelmolekülen,
so wäre es ein Gas, würde bei minus 120 Grad gefrieren und bei
minus 100 Grad "sieden", d.h. verdampfen. Ein unvergleichliches
Phänomen ist die Tatsache, daß Wasser bei 4 Grad Celsius seine
größte Dichte hat. D.h. über und unter 4 Grad dehnt es sich
aus - im Gegensatz zu allen anderen Stoffen, die sich bei Erwärmung
kontinuierlich ausdehnen. Hätte das Wasser bei 0 Grad eine höhere
Dichte als bei 4 Grad, wäre das Eis schwerer als das flüssige
Wasser: es würde absinken und auf dem Grund der Flüsse, Seen und
Meere das Leben abtöten. - Auch die Oberflächenspannung des Wassers
ist höher als bei allen anderen Flüssigkeiten.
Der Grund für diese kostbaren Anomalien ist der Dipolcharakter des
Wassermoleküls, d.h. es besitzt einen Plus- und einen Minuspol. Aufgrund
dieser Eigenschaft des Moleküls bilden sich zwischen ihm und den Nachbarmolekülen
elektrische Wechselwirkungen in Form von Wasserstoffbrückenbindungen.
Über diese fluktuierenden Bindungen gehen die Wassermoleküle große
Haufenbildungen ein, sie assoziieren sich in "Clustern", wobei
einzelne Cluster bis zu 400 Moleküle umfassen.
A:
Innerhalb der Cluster vernetzen sich die Wassermoleküle in Kristallstrukturen,
d.h. in Tetraeder-, Oktaeder- und Dodekaederformen. Während die Wassermoleküle
im Eis vier Wasserstoffbrücken zu den Nachbarn besitzt, bilden die
Moleküle in flüssigem Wasser auch zwei drei oder fünf Wasserstoffbrücken
aus. Die Kristallgitter vernetzen sich wiederum in Ringen. Während
die Kristallstruktur des Eises klar zu definieren ist, sehen die flexiblen
Binnenstrukturen des flüssigen Wassers an jedem Ort und zu jedem Zeitpunkt
etwas anders aus.
B:
Alle Eigenschaften des quirligen, unfaßbaren, flüchtigen und
doch immer präsenten Elements, wie wir es aus unserer Lebenswelt kennen,
finden sich in der Mikrostruktur des Wassers widergespiegelt.
(MUSIK)
A:
Über die Geburt eines Flusses schreibt Pablo Neruda eines seiner letzten
Gedichte.
Z:
Früher einmal, auf einer Reise,
entdeckte ich einen Fluß:
kaum ein Kind war's, kaum ein Hund, ein Vogel
war dieser entspringende Fluß. Er murmelte und stöhnte
zwischen den Steinen
der eisenhaltigen Kordillere:
er flehte ums Dasein
in der Einsamkeit zwischen Himmel und Schnee,
dort in der Ferne, droben.
Ich fühlte mich müde
wie ein altes Pferd
neben dem Neugeborenen der Natur,
das zu laufen begann,
zu springen und wachsen,
zu singen mit klarer Stimme,
die Erde zu erkennen,
die Steine, den Lauf der Zeit,
zu wandern bei Nacht und bei Tag,
sich wandelnd zum Donner,
bis es endlich zum Taumel ,
bis es zur Ruhe wird,
zur patriarchalischen, schiffetragenden Ruhe,
dieser kleine Fluß,
klein und ungeschickt wie ein Fisch aus Metall, der im Vorbeiziehn Schuppen
läßt,
Tropfen von Silber verspritzt,
ein Fluß,
der weinte, als er zur Welt kam,
der quellend wuchs
vor meinen Augen.
Dort in den Kordilleren meines Vaterlands,
irgendwannmal, früher,
sah, berührte und hörte ich,
was zur Welt kam:
ein Pulsen, ein Plätschern zwischen den Steinen
war's, was zur Welt kam.
(MUSIK Ende)
A:
Den Zusammenhang von Wasserqualität und Wasserstruktur erläutert
der im April 2004 verstorbene Physiker Dr. Wolfgang Ludwig.
(O-Ton Dr. Wolfgang Ludwig)
Das Wasser besitzt Clusterverbände und Knotenflächen, sogennante
"Kinks". Deshalb hat man immer schon vermutet, Wasser müßte
eigentlich in der Lage sein, genau wie Eisen Informationen zu speichern
durch Umkopierung der Cluster, der Kinks - und das Interessante ist, daß
die Kinks ganz langsame Schwingungen ausführen, die Cluster etwas höherfrequente
und die Moleküle im Cluster noch höherfrequente, so daß
Wasser ein ganz breites Spektrum abgeben könnte und auch kann, natürlich
- bloß: das ändert sich dauernd, weil die Wasserstoffbrückenbindungen
eben sehr instabil sind, die haben eine kleine Bindungsenergie, die zerfallen
statistisch, bilden sich neu - Und dann hat eben der Prof. del Giudice von
der Universität Mailand, das ist ein theoretischer Physiker, schon
vor Jahren quantenphysikalisch nachgewiesen, daß es folgende Möglichkeit
gibt:
In einem Cluster, wenn diese Einzelmoleküle so aneinander-gekettet
sind, dann gibts so ganze Ketten. Und es gibt also im Wasser Rotationsbanden,
und wenn jetzt mehrere Wassermoleküle sich so synchron drehen, dann
gibt es durch die synchrone Drehung eine elektromagnetische Verkopplung,
die die Wasserstoffbrücken erheblich verstärken - und zwar ergibt
sich theoretisch der Verstärkungsfaktor aus der Wurzel der Wassermoleküle
im Cluster. Also wenn das 400 sind, die Wurzel aus 400 sind 20, dann sind
die Wasserstoffbrücken in diesem Teil des Wassers zwanzigmal kräftiger.
Und man nennt heute das gewöhnliche Wasser römisch I - und das
Wasser, das eine Ordnung hat, das nicht ganz ungeordnet ist, das nennt man
kristallinflüssig, und hat die Nummer römisch II.
Und man weiß heute, daß im Organismus hauptsächlich Wasser
II vorkommt. Zellwasser. Und ein biologisch gut- also ein Wasser mit guter
Qualität hat eben einen höheren Anteil an Wasser II als an Wasser
I. Ein ganz schlechtes Wasser hat kaum noch Wasser II enthalten, während
ein biologisch gutes Wasser dieses kräftigen Wasserstoffbrückenbindungen
hat - und die sind eben jetzt stabil.
B:
Demnach besitzt Wasser verschiedene Ordnungszustände. Aus einem "Wasser
I" mit "chaotischen" Clusterassoziationen muss der Körper
erst Zellwasser mit einem höheren Ordnungszustand aufbauen. Nehmen
wir aber biologisch gutes Wasser zu uns, so unterstützen wir dadurch
unseren Organismus. Man hat festgestellt, dass der Ausbruch von Krebs mit
der Degeneration des Zellwassers einhergeht.
A:
Deshalb gibt an erster Stelle unser eigener Körper darüber Auskunft,
was gutes Wasser ist und was nicht. Über die Geruchs- und Geschmacksempfindung
können wir mühelos eine Probe klaren Bergwassers von einer Probe
aus dem Wasserhahn unterscheiden.
B:
"Wenn du das Wesen des Wassers verstehen willst, dann trink es",
sagt ein Zen-Spruch.
A:
Lässt sich die biologische Wertigkeit des Wassers aber auch "objektiv"
analysieren?
B:
Die mit traditionellen physikalischen Methoden arbeitende Wasseranalyse
kann dies nur bedingt. Sie ermittelt die Inhaltsstoffe des Wassers ermitteln
und unterscheidet rein von unrein, genießbar von ungenießbar.
Nach Prof. Louis-Claude Vincent lässt sich das "aktive Potential"
bzw. die bioelektronische Wertigkeit des Trinkwassers als Verhältniswert
dreier Faktoren ermitteln: der erste Faktor ist der pH-Wert oder das Säure-Basen-Gleichgewicht,
der zweite das Elektronenpotential des Wassers oder rHo-Wert, der dritte
der elektrische Widerstand oder r-Wert. Ein gutes mineralarmes Quellwasser
besitzt ein aktives Potential von 30 µW MikroWatt und darunter. Das
Leitungswasser aus den Millionenhauptstädten der Welt weist zehn und
fünfzehnfache Werte auf.
Prof. Vincent konnte statistisch einen Zusammenhang zwischen der Trinkwasserqualität
und dem Gesundheitszustand der Bevölkerung nachweisen.
Die Vincent'schen Werte des "aktiven Potentials" sagen zwar etwas
über die Reinheit, aber nichts über den Ordnungszustand des Wassers
aus. Destilliertes Wasser kann damit nicht von einem Quellvorkommen aus
der Tiefe der Vogesen unterschieden werden. Und einem Wasserwerk ist kaum
zuzumuten, dass es sich der Methoden der Kernresoanz-Spektroskopie oder
des Neutronen-beugungsexperiments bedienen soll, um die biologische Wertigkeit
seines Wassers zu untersuchen.
Eine weitaus praktikablere Analysetechnik hat der bekannte Biophysiker Fritz
Albert Popp entwickelt: die Messung der Elektrolumineszenz des Wassers und
die Biophotonen-Analyse an keimender Gerste.
A:
Popp, der das Phänomen der Lichtemission aus lebenden Zellen wiederentdeckt
und untersucht hat, kann sein Verfahren für die Prüfung der Wasser-
und Lebensmittelqualität einsetzen.
(O-Ton Popp)
Wasser selbst gibt keine Lichtquanten ab. Sie können Wasser sogar kochen,
ohne dass Sie ein einziges Lichtquant mehr messen als vorher. Man muss in
Wasser die Lichtemission induzieren - und das macht man dadurch, dass man
eine Spannung anlegt - durch die Spannung entsteht ein Strom in der Flüssigkeit.
Bei jedem Strom gibt es auch Rekombinations-leuchten, d.h. die Ladungsträger,
die entstehen, rekombinieren wieder: ein Ion fängt ein vorher abgegebenes
Elektron wieder ein, das nennt man Rekombination - die Ladungsträger
neutralisieren sich - und dieses Leuchten ist natürlich äusserst
schwach. Wir verwenden hier die Stärke unserer Methode, nämlich
einzelne Photonen messen zu können, um dann dieses Rekombinationsleuchten
in der Flüssigkeit zu betrachten.
A:
Bei dem sogenannten Rekombinationsleuchten oder schwachen Nachleuchten handelt
es sich um eine Reaktion auf die durch die Strominduktion ausgelöste
Ladungstrennung innerhalb des Wassers.
(O-Ton Popp)
Bei jedem Strom haben Sie getrennte Ladungen, positive und negative. Durch
die angelegte Spannung wird diese Trennung der Ladungen erzeugt. Und von
selbst vereinigen sich diese getrennten Ladungen wieder, weil sich positive
und negative Ladungsträger anziehen. Und bei dieser Vereinigung entsteht
zunächst ein angeregter Zustand des wiedervereinigten Atoms oder Moleküls
- und dieser angergte Zustand, der darin besteht, dass die Elektronen auf
äusseren, energetisch ungünstigeren orbits - Schalen - herumkreisen,
wird von selbst wieder in den energetisch günstigeren Grundzustand
zurück-springen - und dabei die Energiedifferenz zwischen diesen Elektronenschalen
wird als Photon emittiert.
Dieses Rekombinationsleuchten in der Flüssigkeit ist natürlich
äusserst schwach, aber es hat zwei entscheidende Vorteile: als Indikator
für die Qualität der Flüssigkeit. Einmal: diese Prozesse
sind abhängig von allen Eigenschaften der Flüssigkeit, also von
ihrer Zusammensetzung, aber auch von ihrer physikalischen Struktur. D. h.
wir können dieses sehr schwache Signal als Indikator nehmen für
alles, was in der Flüssigkeit passiert.
A:
Die Messung der Elektrolumeneszenz des Wassers lässt Rückschlüsse
zu auf die Reinheit, aber auch auf die innere Dynamik des Wassers.
(O-Ton Popp)
Wir konnten zeigen, dass man mit dieser Methode, wenn man z.B. Bakterien
zugibt, noch 10 Bakterien pro Milliliter erkennen kann - gegenüber
dem Zustand, in dem keine Bakterien dieser Art drin sind, und das ist immerhin
eine Sensitivität, die um den Faktor 1000 höher ist als das, was
man heute mit andern Methoden erreicht.
B:
Verschmutzungen des Wassers oder auch ein höherer Mineralstoffgehalt
führen immer zu einer hohen Rekombinations-aktivität, weil die
Inhaltsstoffe zahlreiche Ladungsträger bilden. D.h. je niedriger das
Rekombinationsleuchten ausfällt, umso reiner ist das Wasser.
(O-Ton Popp)
Aber man muss hier auch grundsätzlich unterscheiden -das haben wir
hier bei vielen Veruchen festgestellt- es gibt im Grunde genommen zwei extrem
unterschiedliche Arten von Wasser, die beide dem Menschen gut tun können.
Das eine Extrem ist ein Mineralwasser, das jenem Menschen hilft, der Mineralstoffe
braucht, der an Mineralstoffmangel leidet. In diesem Fall ist es gut, wenn
auch die Elektrolumeneszenzwerte sehr hoch ausfallen. Und es gibt eine zweite
Art von Wasser, die sehr gut sind, um den Körper zu entschlacken. Solche
Menschen haben einen Überschuss an Mineralstoffen, oft auch den falschen
Mineralstoffen, bei denen ist es gut, wenn sie Wasser zu sich nehmen, die
einen niedrigen Elektrolumeneszenzwert haben.
Deshalb ist es sehr gut, wenn man Leitungswasser untersucht und sich mal
die Filtermethoden betrachtet, die die man heute verwendet, um das Leitungswasser
wieder in Quellwasser oder wie immer man das bezeichnet umzuwandeln, dann
sieht man mit dieser Elektrolumeneszenz am allerbesten und am schnellsten,
ob die Filterung wirklich zu einem guten Ergebnis führt. Je besser
die Filter sind, umso deutlicher macht sich das in einer Absenkung Elektrolumeneszenz
bemerkbar.
A:
Aber die Elektrolumenszenzmessung alleine erlaubt noch keine
Aussagen über die biologische Wertigkeit des untersuchten Wassers.
(O-Ton Popp)
Um das zu ergänzen durch ein Verfahren, mit dem man auch die biologische
Qualität des Wassers untersuchen kann, gehen wir eben so vor, dass
wir definierte Keimlinge mit bekannter Keimfähigkeit auf Filterpapier
wachsen lassen im Dunkeln, das mit dem speziellen Wasser getränkt worden
ist. Und so ergeben sich dann Unterschiede der verschiedenen Wasserqualitäten
aus den verschiedenen Eigenschaften oder Qualitäten der Keimlinge,
die auf diesem Filterpapier wachsen.
Unsere Methode funktioniert aber bereits, wenn die ersten Keimlinge aus
den Körner herausgebrochen sind. Dann können wir die Qualität
dieser Keimlinge mit unserer Biophotonik untersuchen und auf diese Weise
die verschiedenen Wasserqualitäten unterscheiden.
B:
Lebewesen sind Lichtspeicher. Und umso besser die Pflanze das Licht speichern
kann, umso höher ist die Organisation, umso besser ist ihre Qualität.
Bei der Biophotonen-Analyse muss allerdings unterschieden werden zwischen
Messungen an der lebenden Pflanze, die als Ganzes umso weniger Licht abgibt,
je besser ihre Organisationsfähigkeit ist - und dem aus der Pflanze
gewonnenen Extrakt oder Homogenat, das umso mehr Licht abgibt je besser
die Organisationsfähigkeit der Pflanze ist.
(O-Ton Popp)
Wir messen die Lichtspeicherfähigkeit über statistische Eigenschaften
des Lichtes und über die Funktionen, die man messen kann, wenn das
Licht nach Anregung abgegeben wird.
Wenn ich z.B. nach Anregung einer Pflanze eine Exponential-funktion messe,
dann weiss ich, die Pflanze ist völlig desorganisiert, die ist von
minderwertiger Qualität. Ich kenne aber auch den Zustand ihrer idealen
Organisation - dann muss sie das Licht nach einer sogenannten hyperbolischen
Funktion abgeben. Wenn ich diese Funktion messe, dann weiss ich, das System
hat ein Gedächtnis, es ist hochgeordnet - ich kann also auf diese Weise
erkennen, ob die Pflanze hochorganisiert ist oder nicht. Und so bekomme
ich den wichtigsten Eindruck über die Qualität. Die Qualität
eines Lebewesens zeichnet sich über seinen Ordnungszustand und nicht
über seine Inhaltsstoffe.
A:
Die Aussagen der Biophotonen-Analyse über den Ordnungszustand der Pflanze
lassen wiederum direkte Rückschlüsse auf den Ordnungszustand oder
die innere Beweglichkeit des Wassers zu, in dem die Pflanze gekeimt hat.
(Wasser aus dem Wasserhahn)
Z:
Höchste Güte gleicht dem Wasser.
Des Wassers Güte ist,
den zehntausend Wesen anspruchslos zu helfen.
A: Sagt Lao-Tse.
Z:
Wasser kommt den zehntausend Dingen zugute
und kämpft nicht.
(rhythmisches Fauchen einer Dampflokomotive)
B:
Auf den Salzburger Wassertagen sind neben der klassischen Wasseranalytik
und dem Elektrolumeneszenzverfahren erstmals auch alternative Verfahren
der Wasseruntersuchung vorgestellt worden: die bereits erwähnte Tropfbildmethode
und die Kristall-Analyse des Hagalis-Instituts. Auch die Kristall-Analyse
ist eine bildschaffende Methode. Sie liefert die strukturelle Bewertung
eines aus der zu untersuchenden Probe gewonnenen Kristallisats und macht
damit Aussagen über die Qualität des Wassers (aber auch anderer
Rohstoffe und Lebensmittel).
Wahrscheinlich ist die Kristall-Analyse die am feinsten reagierende Untersuchungsmethode
überhaupt, die deutlich Qualitätsschwankungen des Wassers vermerkt,
je nachdem dieses länger an der Sonne gestanden hat oder nicht - wenn
es zur Vollmond- oder zur Neumondzeit geschöpft wurde - oder auch,
wenn es sogenannte "Wasserbelebungsmaßnahmen" durchlaufen
hat, d.h. wenn es spiralig verwirbelt oder durch Schwingschalen angeregt
wurde oder dem Einfluß von Edelsteinen oder Quarzen ausgesetzt war.
A:
Untersucht wird das "spagyrische Kristallisat", welches aus dem
Wasser-Destillat und dem Rückstand der destillierten Wasserprobe gewonnen
wird. Der Destillatrückstand wird verascht. Die daraus entstehenden
Kristalle werden mit dem Destillat vereinigt und auf Objektträger aufgebracht.
Dann wird die Flüssigkeit bei Raumtemperatur zur Verdunstung gebracht.
Es entstehen den Proben typisch zugeordnete Kristallbilder, die eine Aussage
über die biologische Wertigkeit der Proben erlauben. Kristallbilder
aus derselben Probe sind jederzeit reproduzierbar.
B:
Die bei der Kristall-Analyse zutage tretenden Bildformen
reichen von chaotischen Strichelungen ohne ausgleichende Mitte oder polar
ausgerichteten Symmetrien mit häufigen geradlinigen oder kreuzförmigen
Strukturen - bis hin zu vollendet harmonisch ausgebildeten Eisblumenmustern
und pflanzlichen Formen mit beobachtbaren Verästelungen wie in den
Schwenkschen Tropfbildern. Von den verschiedenen Bildausformungen kann eine
differenzierte Bewertung der untersuchten Wässer abgeleitet werden.
A:
Man hat in Salzburg weltweit erstmals eine vergleichende Untersuchung unterschiedlicher
Wasserproben mit unterschiedlichen Analysemethoden vorgestellt - wobei nicht
nur die verschiedenen Wässer, sondern auch die verschiedenen Untersuchungsvefahren
auf den Prüfstand gehoben wurden.
B:
Zwar schöpft die Stadt Salzburg aus ausgezeichneten Naturquellen, aber
durch die gesetzlich geregelte Trinkwasseraufbereitung wird dieses Wasser
qualitativ nicht verbessert, sondern verschlechtert. Das Rohwasser der "Giglerbergquelle"
hat einen Nitratwert von 3,43 mg/liter, das aufbereitete Wasser einen Wert
von 7,35. Der Elektrolumeneszenzwert ist fast um das Doppelte gestiegen,
bei der Kristall-Analyse sinkt die Bewertungssumme von 7,5 auf 2,5 - wobei
die Skala von minus 12 (sehr schlecht) bis plus 12 (sehr gut) reicht.
Wie von den Wasserwerken dargestellt, besteht die Aufbereitungsmaßnahme
des Wassers aus einer Kombination von
Vorozonierung, Flockung mit Eisenchlorid, Mehrschicht-filtration und Desinfektion
mit ultraviolettem Licht. Was man, verglichen mit den Maßnahmen in
anderen Großstädten, noch als schonendes Verfahren bezeichnen
muss. In Mainz wird das Wasser enthärtet, belüftet, sandfiltriert,
aktivkohlegefiltert und mit UV-Licht und Chlor desinfiziert. In Amsterdam
wird eine Mischung aus Rheinwasser und Grundwasser geflockt, sedimentiert,
doppelt sandfiltriert, belüftet, oxidiert, enthärtet und aktivkohlefgefiltert.
B:
Eine Ausnahmestellung unter den Trinkwassern der deutschen Großstädte
nehmen das Münchner und das Berliner Wasser ein. Das Berliner Trinkwasser
ist -von seinen Inhaltsstoffen her gesehen- von sehr guter Qualität.
In den Berliner Wasserwerken wird Grundwasser durch Vertikal- und Horizontalfilterbrunnen
mit Unterwasserpumpen gewonnen. Das Grundwasser wird belüftet und in
offenen und geschlossenen Schnellfiltern aufbereitet, Chemikalien werden
nicht zugegeben. Eine Entkeimung ist nicht erforderlich, aber im Bedarfsfall
möglich. Der durch-schnittliche Nitratgehalt des Berliner Wassers von
3,0 mg/liter ist niedriger als der des guten Salzburger Alpenwassers.
A:
Nun hat der Salzburger Modellversuch allerdings gezeigt, dass die verwendeten
Untersuchungs- und Qualitsprüfungsverfahren einander ausgezeichnet
ergänzen und in dieselbe Richtung weisen. Elektrolumeneszenzmessung,
Tropfbildverfahren und Kristall-Analyse bilden eine ideale und notwendige
Ergänzung zur klassischen Wasseranalytik und sollten in Zukunft in
jedem Wasserwerk Verwendung finden.
A:
Und es wurde erwiesen, dass Wasserbelebungsmethoden mittels Verwirbelung,
Schwingschalen, Quarzsand etc. sehr wohl einen positiven Einfluss auf das
Wasser ausüben.
Die wirksamste und umfassendste "Wasserbelebung" leistet die Erde
selbst, wenn es das erschöpfte, zivilisationskranke Regenwasser in
sich aufnimmt, reinigt, mit "Kristall-informationen" versieht
und in reinen Quellen wieder zutage treten läßt.
(MUSIK)
Z2 (Zitatorin):
Du sollst wissen, mein süßer Liebling, daß es in den Elementen
Wesen gibt, die fast aussehen wie ihr und sich doch nur selten vor euch
blicken lassen.
B:
So spricht Undine, die Frau aus dem Wasser, zu dem von ihr geliebten Mann.
Z2:
In den Flammen glitzern und spielen die wunderliche Salamander, in der Erden
tief hausen die dürren, tückischen Gnomen, durch die Wälder
streifen die Waldleute, die der Luft angehören, und in den Seen und
Strömen und Bächen lebt der Wassergeister ausgebreitetes Geschlecht.
In klingenden Kristallgewölben, durch die der Himmel mit Sonn' und
Sternen hereinsieht, wohnt sich's schön; hohe Korallenbäume mit
blau und roten Früchten leuchten in den Gärten; über reinlichen
Meeressand wandelt man über schöne, bunte Muscheln, und was die
alte Welt des also Schönen besaß, das die heutige nicht mehr
sich dran zu freuen würdig ist, das überzogen die Fluten mit ihren
heimlichen Silberschleiern, und unten prangen die edlen Denkmale, hoch und
ernst und anmutig betaut vom liebenden Gewässer, das aus ihnen schöne
Moosblumen und kränzende Schilfbündel hervorlockt.
(MUSIK Ende)
(O-Ton Dr. Wolfgang Ludwig)
Wenn ich jetzt z.B. Wasser auf einen geopathischen Platz stelle oder irgendwo
anders hin, z.B. wenn ich's vor'n Monitor stelle oder auf ein radioaktives
Präparat, das hab ich alles gemacht, oder wenn ich ein Gefäß
mit Gift habe, verschlossen, und stell da oben, auch verschlossen, Wasser
drauf, dann verändert sich das Wasser auch.
B:
Der Physiker und Biomediziner Dr. Wolfgang Ludwig.
(O-Ton Dr. Wolfgang Ludwig)
Dieses Wasser, das auf Gift gestanden hat oder auf dem Monitor oder auf
einem radioaktiven Präparat oder auf einem geopathischen Platz, ist
natürlich stark verschlechtert - und in meinem Spektrum konnt' ich
eben auch sehen. Ich messe im ultravioletten Lichtspektrum mit einem Zweikanalgerät
die UV-Absorption. Und ich hab die gleichen Messungen beim Prof. Popp machen
lassen. Von dem gleichen Wasser. Und er hat festgestellt, daß dieses
biologisch qualitativ gute Wasser mehr Photonen speichern kann als schlechtes
Wasser - und bei mir kam raus, daß es höhere UV-Absorption hat.
A:
Wir berühren damit die immer wieder und immer häufiger gestellt
Frage: "Besitzt Wasser ein Gedächtnis?".
Dr. Ludwig hat sie mit ja beantwortet. Er glaubte, dass die in der Homöopathie
durch Verdünnung und Verschüttelung "potenzierte" Urtinktur
im Wasser eine Schwingung auslöst, die gegenphasig zur Schwingung der
Urtinktur ist.
(O-Ton Dr. Wolfgang Ludwig)
Aus dem Energiesatz folgt, daß die Schwingung des Clusters genau gegenphasig
sein muß zu der Urtinktur. Wenn die nämlich gleichphasig wäre,
wär das ne Verstärkung, würde Energie aus dem Nichts entstehen,
das geht gar nicht - sondern die schwingen immer gegenphasig. D.h. Sie haben
jetzt zwei Komponenten im Wasser: die eine schwingt in Phase und die andere
in Gegenphase.
Die Idee der Homöopathie ist ja jetzt, wenn Sie das immer weiter verdünnen,
dann wird der Anteil der Urtinktur immer kleiner, der Anteil der gegenphasig
schwingenden Clusterstruktur immer größer. Und das hab ich tatsächlich
spektroskopisch nachmessen können: Wenn Sie das soweit verdünnen,
daß überhaupt kein Molekül der Urtinktur drin ist, dann
schwingt das tatsächlich gegenphasig mit der Urtinktur.
A:
Wie aber ist zu erklären, dass das Wasser als das lebendigste
und formenreichste Element bei der Kurzlebigkeit seiner inneren Strukturen
geeignet sein soll, bestimmte Schwingungen oder Informationen festzuhalten?
Dr. Ludwig argumentierte mit der Theorie des Quantenphysikers Del Giudice.
Professor Popp kommt Ludwig mit einer anderen Überlegung entgegen.
(O-Ton Popp)
Einerseits: Wie kann eine so starke Vergänglichkeit in den Strukturen
dazu führen, dass Information über längere Zeit gespeichert
werden kann? - Andererseits kann aber genau diese Elastizität, von
der ich gesprochen habe, diese Flexibilität, genau die Ursache für
diese Fähigkeit sein, wenn man daran denkt, dass es sich hier ja nicht
unbedingt um statische Informationsbildung handeln muss, sondern möglicherweise
um dynamische Prozesse. Oszillationen, die über längere Zeit erhalten
bleiben und die in bestimmter Weise moduliert sind. Und hier haben wir tatsächlich
eine sehr realistische Möglichkeit, uns so etwas vorzustellen. Das
sind kohärente Zustände, die Sie in Wasser ausbilden können
- das sind mechanische Oszillationen - solche Oszillationen kennt man, sie
sind auch bei Wasser entdeckt worden schon im 19. Jahrhundert - man nennt
sie heute Solitonen - und zwar waren das nichtlineare Wasserwellen, das
kann man auch am Meer oft beobachten, dass sich plötzlich so Wasserwellen
auftürmen, die lange Zeit stabil bleiben, auch in ihrer Form, sich
vorwärts rollen oder rückwärts rollen, ohne dass sie vergehen.
Diese makroskopischen Zustände treten natürlich auch mikroskopisch
auf - und es zeichnet sie aus, dass sie eine relativ lange Lebensdauer haben.
Die können also eine Lebensdauer haben, die gehen in die Ordnung von
Sekunden.
(Geräusch: Springbrunnen)
Z:
Der Welt Schmiegsamstes
überrennt der Welt Härtestes,
das Nichtbedrängende dringt ins Undurchdringliche ein.
B:
Lao-Tse.
A:
Gutes Wasser ist nicht einfach nur sauberes Wasser, obwohl sauberes Wasser
für die Hälfte der Weltbevölkerung bereits gutes Wasser ist.
Gutes Wasser ist nach einem Wort von Dr. Ludwig "schwingungsfähig
wie eine Harfe", es besitzt eine komplexe, hochgeordnete innere Struktur,
die in sich wandlungsfähig ist wie das Wasser nach aussen beweglich.
Gutes Wasser kommt aus den Quellen, es ist in seinem Aufbau dem Zellwasser
des Körpers verwandt.
Aber alles Wasser, auch das verschmutzteste, kann sich regenerieren, indem
es in das Verjüngungsbad der Erde oder des Meeres steigt. Es kann dies
nicht, wenn der Mensch die Erde, die Meere und die Atmosphäre vergiftet.
Dazu kommt die schleichende Vergiftung des Menschen durch Pharmakologie.
(O-Ton Popp)
Man beobachtet heute sehr oft, dass die Fragen nicht mehr
wissenschaftlich behandelt werden oder behandelt werden können, weil
sie sehr schnell in eine gesellschaftspolitische Auseinandersetzung hineingebracht
werden, die natürlich für die Industrie und für bestimmte
Gesellschaftsschichten wie immer auch von besonderer Bedeutung sind. Und
darunter leiden im Grunde alle. Vor allem die Bevölkerung.
B:
Die neuesten Forschungen zeigen, dass Wasser ein empfindliches Informationsspeichersystem
ist und dass seine biologische Wertigkeit durch Techniken der Vitalisierung
oder Wasserbelebung erhöht werden kann. Solche Techniken gilt es wissenschaftlich
zu erforschen und in Verbindung mit den klassischen physikalischen und alternativen
bildschaffenden Methoden der Wasseruntersuchung gesellschaftlich zu etablieren.
Es eröffnet sich dann eine Zukunft, in der gutes Wasser auch aus den
Flüssen und Meeren gewonnen werden kann und in der das Lebens-Mittel
Wasser allen Menschen reichlich zur Verfügung steht.