Wie dreist sich u.a. wikipedia zur Diffamierung international reputierter Wissenschaftler mißbrauchen lässt, zeigt das Beispiel der Begriffe "Biophoton" und "Biophotonik". Mit deren Hilfe werden seit Jahren regelrechte Jauchekübel bösartiger Stimmmungsmache über den eigentlichen Erfinder, den Physiker Fritz-Albert Popp ergossen. Das jüngste Beispiel drucken wir hier ab, um die Authentizität unserer Darstellung deutlich zu dokumentieren:
Biophoton
aus Wikipedia, der freien Enzyklopadie
In der Biophysik und Alternativmedizin wird von einigen Autoren der Begriff
"Biophotonen" fur diejenigen Lichtquanten verwendet, die ein Teil
der schwachen
elektromagnetischen Strahlung biologischer Zellen sind. Eine eventuelle physiologische
Bedeutung dieses
Phanomens ist wissenschaftlich umstritten.
Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte
2 Interpretation
3 Anwendung
4 Ideengeschichtliche Einordnung
5 Literatur
6 Weblinks
Geschichte
In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts gelangte der russische Biologe Alexander
Gurwitsch nach
Experimenten mit keimenden Zwiebeln zu der Auffassung, dass lebende Zellen
eine sehr schwache
Lichtstrahlung abgeben. Er nannte sie "mitogenetische Strahlung",
und zwar aufgrund seiner Vermutung, dass diese Strahlung die Zellteilung (Mitose) auslosen konne. Wegen der aufkommenden
Biochemie, die Zellprozesse als Folgen von biochemischen Signalketten beschreibt, wurde die
"mitogenetische Strahlung" nicht weiter untersucht.
Verschiedene experimentelle Hinweise auf eine ultraschwache Photonenemission
von biologischen Systemen blieben in der Folgezeit weitgehend unbeachtet. Die Quelle dieser "dunklen
Lumineszenz" wurde, soweit man die Existenz uberhaupt anerkannte, auf spontane Unvollkommenheiten des Zellstoffwechsels
(z.B. Oxidations- und Radikalreaktionen) zuruckgefuhrt. Eine biologische Bedeutung
wurde bezweifelt. Hauptwidersacher von Gurwitschs Thesen war der Biochemiker Alexander Hollander.
Er und andere Wissenschaftler waren der Meinung, dass die Entdeckung solange zweifelhaft
bliebe, bis die Strahlung objektiv gemessen sei.
1954 gelang es den italienischen Astronomen L. Colli, U. Facchini u. a., die
Lichtemission von Pflanzenzellen direkt zu messen, indem sie einen Photonenverstarker verwendeten, den sie
zur Beobachtung weit entfernter Sterne gebaut hatten. Als sie diesen auf Blatter, Weizen-, Mais- und Bohnenkeime
richteten, entdeckten sie
eine schwache, ungefahr konstante Photonenemission. Spatestens mit den Messungen
von Terence
Quickenden et al. 1967 an der Universitat von West-Australien gilt die schwache
spontane Lichtaussendung
von Zellen als etablierter Fakt. In der Folgezeit wurde von einzelnen Wissenschaftler/innen
die Hypothese
aufgestellt, dass Korperzellen uber ihre elektromagnetische Strahlung untereinander
Signale austauschen -
ohne Umweg uber chemische Botenstoffe.
In den 1970er Jahren wiesen mehrere Wissenschaftler erneut Photonenstrahlung
aus biologischem Gewebe
nach, unter anderem der deutsche Physiker Fritz-Albert Popp, der zunachst
an der Universitat Marburg
arbeitete, bald aber ein neues Institut fur seine Forschungen grundete. Um
eine Verwechslung mit der
bekannten und offen sichtbaren Biolumineszenz (Gluhwurmchen) auszuschliesen,
nannte er die
ultraschwache biologische Strahlung .Emission von Biophotonen". Popp
vermas das Spektrum dieser
Strahlung und fand Wellenlangen zwischen 200 und 800 nm mit einer kontinuierlichen
Verteilung, sowie
Intensitaten von wenigen bis einigen hundert Quanten pro Sekunde und pro Quadratzentimeter
Oberflache.
Popp vermutete, dass diese Strahlung, wie bei Laserlicht, koharent ist. Wegen
der extrem geringen
Wahrscheinlichkeit einer Photonenemission pro Zelle, nämlich typischerweise
weniger als ein Photon pro
Monat, vergehen durchschnittlich mehr als 100 Jahre bis zur erneuten Emission
eines Photons gleicher
Wellenlänge, wodurch der direkte Nachweis der Kohärenz mittels Wellenüberlagerung
unmöglich ist. Zur
äusserst umstrittenen Hypothese der Kohärenz liegen bislang theoretische
und experimentelle Studien in
folgenden Artikeln vor:
F.A.Popp and K.H.Li: Hyberbolic Relaxation as a Sufficient Condition of a
Fully Coherent Ergodic
Field, International Journal of Theoretical Physics 32 (1993), 1573-1583.
F.A.Popp and Y.Yan: Delayed luminescence of biological systems in terms of
coherent states, Physics
Letters A 293 (2002), 93-97.
F.A.Popp, J.J.Chang, A.Herzog, Z.Yan and Y.Yan: Evidence of non-classical
(squeezed) light in
biological systems. Physics Letters A 293 (2002), 98-102.
Die in diesen Artikeln vorgestellten Theorien und Messungen liefern nach Ansicht
der meisten
Wissenschaftler keinerlei schlüssige Hinweise oder gar Beweise für
eine tatsächliche Kohärenz der
ausgesandten Strahlung, was der Forschungsgruppe um Popp einen zweifelhaften
internationalen Ruf
einbrachte.
Zusammen mit einer Gruppe von Wissenschaftlern, unter anderem aus ausländischen
staatlichen
Universitäten und Forschungsinstituten, erforschen heute Popp und Kollegen
im Internationalen Institut für
Biophysik (IIB) bei Neuss nicht nur die Eigenschaften der Strahlung, sondern
gehen unter Einschluss der
äußeren Anregung mit Lasern und anderen Lichtquellen der sogenannten
"verzögerten Lumineszenz",
("delayed luminescence") und damit verbundenen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten
nach. Unter
diesen Wissenschaftlern befindet sich Lev Beloussov, ein Enkel Alexander Gurwitschs,
der an der Moskauer
Staatsuniversität einen Lehrstuhl für Embryologie hat.
Allgemein bildet die Untersuchung schwacher, von Lebewesen oder biologischem
Material ausgesandter
elektromagnetischer Strahlung einen Teilbereich der Biophotonik. Dieser Begriff
beschreibt im heutigen
Sprachgebrauch ganz allgemein die Verbindung von Biologie und Photonik, also
unter anderem alle Arten
von medizinischen Untersuchungs- und Heilungsmethoden und Bildgebungsverfahren
auf optischer Basis.
Interpretation
Alle Objekte, ob biologisch oder nicht, geben Schwarzkörperstrahlung
ab, eine Aussendung
elektromagnetischer Strahlung, die allein in der Temperatur des Objektes begründet
liegt. Diese Strahlung
wurde bei den oben erwähnten Messungen der Photonenstrahlung berücksichtigt
und subtrahiert. Da die
betrachteten Zellen keine speziellen Leuchtstoffe (Luciferasen) beinhalten,
gehört die untersuchte Strahlung
nicht zur klassischen Biolumineszenz, die ein Vielfaches intensiver als die
gemessene Biophotonenstrahlung
ist.
Die schwache Photonenstrahlung (deren Intensität in etwa der einer Kerze
auf 20 km Entfernung
gleichkommt) wird offenbar vom Zustand der Zellen mitbestimmt. Ob diese Photonenstrahlung
ein zufälliges
Nebenprodukt des Stoffwechsels ist, oder ob sie einen steuernden Zweck erfüllt,
ist sehr umstritten. Nach
vorherrschender Meinung beruht die Strahlung auf den bekannten chemischen
Reaktionen beim Stoffwechsel,
z.B. dem Verbrennen von Nährstoffen, und der dabei entstehenden Prozesswärme.
Da Lichtquanten als Elementarteilchen nur universelle Eigenschaften haben,
gibt es in der Biologie keine
spezielle Art von Photonen. Die vorgeschlagenen Zusammenhänge zwischen
der Photonenemission von
biologischer Materie und dem Zellwachstum, sowie Regulations- und Kommunikationsvorgängen
gelten als
unwahrscheinlich.
Anwendung
Die Gruppe von Popp arbeitet an Verfahren für die Anwendung ihrer Lehre
in der Qualitätsanalyse von
Lebensmitteln, bei der Beobachtung von Umwelteinflüssen, in der Bio-Indikation,
in der Analyse von
Unterschieden in Geweben (zum Beispiel zwischen gesunden und Tumorgeweben),
in den Bemühungen um
ein tieferes Verständnis von Krankheiten. Die Gruppe versteht ihre Tätigkeit
als ganzheitlichen Ansatz zur
Erklärung biologischer Phänomene lebender Systeme, insbesondere
der Kommunikations- und
Regulationsvorgänge in Zellen und Zellpopulationen - wie Wachstum und
Differenzierung, einschließlich
physikalischer Fragen zum Verständnis des Bewusstseins.
Es ist noch unklar, inwieweit Messungen von Biophotonen zur Lebensensmittelanalyse
geeignet sind und
welche Aussagekraft die Messergebnisse haben. Es sind jedoch bereits Geräte
patentiert und könnten in
wenigen Jahren für Verbraucher verfügbar sein, die eine Qualitätsanalyse
vor dem Kauf z.B. im Supermarkt
ermöglichen sollen [1] (http://www.wdr.de/themen/forschung/technik/gemuesetester/).
Ideengeschichtliche Einordnung
In den Hypothesen über Biophotonen sehen Kritiker den Versuch
einer Wiederbelebung des Vitalismus,
eines Konzepts, das in Biologie und Medizin im Laufe des 19. Jahrhunderts
aufgegeben worden war. Statt der
immateriellen Lebenskräfte des herkömmlichen Vitalismus werde nun
ein pseudowissenschaftlicher
Neovitalismus propagiert.
Dies erklärt zum einen die Distanz der etablierten biologischen und medizinischen
Wissenschaft zu
Forschungen über Biophotonen, zum anderen aber auch das grosse Interesse
bei einigen Vertretern der
Alternativmedizin.
Literatur
Marco Bischof: Biophotonen: Das Licht in unseren Zellen ISBN 3861500957
Fritz-Albert Popp: Die Botschaft der Nahrung. Unsere Lebensmittel in neuer
Sicht ISBN 3596114594
Fritz-Albert Popp: Biologie des Lichts. Grundlagen der ultraschwachen Zellstrahlung
ISBN
382632692X
L.Beloussov and F.A.Popp (eds.): Biophotonics. Proc.Int.Conf.Moscow State
University 1994,
Bioinform-Services, Russia 1995.
J.J.Chang, J.Fisch and F.A.Popp (eds.), Biophysics: Biophotonics. Kluwer Academic
Publishers,
Dordrecht-Boston-London 2003.
F.A.Popp and L.Beloussov (eds.): Integrative Biophysics: Biophotonics, Kluwer
Academic Publishers,
Dordrecht-Boston-London 2003.
X.Shen and R.van Wijk (eds.):Biophotons and Biophotonics. Springer, Berlin-New
York, 2004.
Weblinks
Tilbury, Gregg, Percival, Matich: "Ultraweak Chemiluminescence from Human
Blood Plasma
(
http://www.photobiology.com/v1/tilbury/default.htm)"
International Institute of Biophysics (
http://www.lifescientists.de/)
http://www.br-online.de/wissen-bildung/artikel/0305/17_biophotonik/index.xml
Interview mit Fritz-Albert Popp (
http://www.broeckers.com/Popp.htm) z.B. mit
Informationen, warum
er aus seiner Sicht seinen Lehrstuhl verloren hat
07.11.2005
http://de.wikipedia.org/wiki/Biophoton
Tatsache ist, dass Fritz-Albert Popp und seine Kollegen nicht, wie wikipedia weismacht, ein Biophoton/100 Jahre messen, sondern mindestens 100 Biophotonen/Sekunde. Das ist ein Unterschied von sage und schreibe zwölf Größenordnungen. 100 Biophotonen/Sekunde reichen natürlich spielend aus, um mit Hilfe der Photonenzählstatistik die Kohärenz des Biophotonenfeldes zu beweisen. Das wurde vielfach bestätigt und in angesehenen Zeitschriften publiziert. Die Publikationen in den international reputiertesten Zeitschriften waren nur deshalb möglich, weil das Ergebnis von der strengen, sorgfältigen und neutralen peer-review- Beurteilung der kompetentesten Fachkollegen zur Publikation empfohlen worden ist. Diese aufwändigen Prozeduren gehören zu den bewährten Spielregeln wissenschaftlicher Seriosität, die es unter den zivilisierten Fachleuten ausschließen, verdiente Kollegen zu diffamieren und deren Ergebnisse zu ignorieren. Solche notwendigen und hinreichenden Fakten hindern die Heckenschützen in wikipedia jedoch nicht daran, die Wahrheit auf den Kopf zu stellen. Die vielen, mit Anstand ausgestatteten Kollegen fragen sich allerdings, weshalb solche, in die Anonymität geflüchtete Verleumder ausgerechnet bei wikipedia et.al. Unterschlupf finden. Es lohnt sich, einige Gedanken darauf zu verschwenden: Nachdem, wie man aus wikipedia erfahren kann, die "meisten" Physiker nie einen Beitrag auf dem Niveau jener reputierten Fachzeitschriften publizieren konnten, die Fritz-Albert Popp`s Beiträge abdrucken, möge ein weiteres kleines Beispiel genügen, um die Absurdität ihrer seltsamen Gedankengänge zu illustrieren. Nehmen wir beispielsweise eine Photonenintensität I = 100 000 Photonen/(Quadratzentimeter und Sekunde). Unstreitig liegt dieser Betrag weit über der Intensität, die notwendig wäre, um die Kohärenz nachzuweisen. Die Zeit von einem Jahr entspricht größenordnungsmäßig zirka 108 Sekunden. Gehen wir vom Wirkungsquerschnitt W des lichtelektrischen Effekts eines kollidierenden Photons von 10 - 20 cm2 aus, dann kann nach Ansicht dieses(r) anonymen wikipedia-Autoren die Kohärenz vergleichbarer, vom gleichen Ursprung ausgehender Photonen des Feldes erst nach der Zeit
T = 1/(WxI) = 10-5x1020/108 = 10 Millionen Jahren
nachgewiesen werden. Jeder, der jemals die Kohärenz eines
Photonenfeldes gemessen hat, befindet sich nach Logik dieser wikipedia- Autoren
in der gleich schrecklichen oder in einer noch schrecklicheren Lage wie/als
der Physiker Fritz-Albert Popp: Nach dieser beeindruckend falschen Argumentation
in wikipedia ist es einfach unmöglich, die Kohärenz von Photonenfeldern
überhaupt zu messen! Mit der Grundausrüstung dieses Elite-Formats
ausgestattet, die ein wenig an Achilles und die Schildkröte erinnern
könnte, müssten die "meisten" Physiker - die den Autoren
dieser Beiträge in wikipedia offenbar gut bekannt sind, und die konsequenter
Weise noch nie die Kohärenz eines Photonenfeldes nachweisen konnten -
zur Schlussfolgerung gelangen, dass die erstaunlich hohe Minderheit ihrer
Kollegen einen denkbar schlechten Ruf hat, wenn sie trotz der eigentümlichen
Weissagungen die Kohärenz von Photonenfeldern jemals nachweisen konnte.
Popp befindet sich deshalb in bester Gesellschaft!
Uns erinnert das nicht ohne Grund an eine ähnlich absurde Behauptung
des vdi, der sich mit Hilfe von Steuermitteln eine speziell deutsche Biophotonik
leisten darf. International wurde diese spezielle "deutsche Biophotonik"
bisher keiner Erwähnung für wert befunden (s.z.B. google oder yahoo:
biophotonics). Der vdi und dessen Günstlinge behaupten nun aber, dass
der mit internationalen Ehren überhäufte Fritz-Albert Popp lediglich
Photonen aus der Zelle messe. Die deutschen Biophotonik-Experten des vdi,
die den Steuerzahler ohne konkretes Ergebnis um 50 Millionen Euro erleichtern,
sind im Gegensatz zu Popp nach eigener Bekundung aber in der Lage, in die
Zelle hinein zu schauen! Die Mittel hierfür, in Höhe von 50 Mio.
EUR, besorgten sie sich offenbar eben wegen des entwendeten neuen Anstrichs
"Biophotonik" für ihre längst bekannten und üblichen
Verfahren. Daß diese selbsternannten Biophotonik-Experten dabei nichts
Neues gesehen haben und auch in Zukunft nichts Neues sehen werden, ist schlicht
und ergreifend darauf zurück zu führen, dass sie erst dann überhaupt
etwas sehen könnten, wenn sie ausschließlich nur jene Photonen
messen, die aus der Zelle herauskommen. Bis heute haben sie offenbar nicht
kapiert, dass sie nur dann in die Zelle hineinschauen können, wenn sie
das praktizieren, was sie Popp anlasten: Lediglich die Photonen messen, die
aus der Zelle heraus kommen. Möglicherweise reicht die Technik ihrer
Instrumente aber tatsächlich nur dazu aus, alle hundert Jahre ein Biophoton
zu messen (Siehe
Ideenwettbewerb).