News August 2005

Richtigstellung des Artikels von Holger Fuß

Im Beitrag von Herrn Holger Fuß über den Ruf des Physikers Fritz-Albert Popp sind einige Mißdeutungs-Möglichkeiten impliziert, die wir wegen der Brisanz und Sensibilität des Themas nicht vollständig so stehen lassen können. Es trifft nicht zu, dass Prof. Popp auch einen Ruf als Professor an die Princeton-Universität erhalten hat. Das hat er nicht behauptet, obwohl er, wie er selbst sagt, das Mißverständnis durch Unachtsamkeit ausgelöst hat. Es liegt also nicht an einer sorglosen Recherche. Popp wurde an der Princeton-Universität nach jahrelanger Zusammenarbeit zum "Research Fellow" ernannt. Neben der Erwähnung weiterer Berufungen zum Professor an seriösen staatliche Universitäten, die im Beitrag nicht angeführt sind, sollte aber ergänzt werden, dass der Senat der Universität Marburg Herrn Popp nicht nur einstimmig zum Professor nominiert hat, sondern dieser Ernennung auch nachgegangen ist. Da nützte unseres Wissens die (zur Verhinderung der Berufung) aufgestellte falsche Behauptung des Dekans Heinrich Oepen nichts, es gäbe Gutachten, die Popp als geisteskrank einstuften. Vielmehr war es Popp, der dem Recht auf Aushändigung der Ernennungsurkunde schließlich nicht weiter nachging. Er wollte damals "deutscher Professor" nicht deshalb werden, weil ihm der Nachweis gelungen war, nicht geisteskrank zu sein. Aus dieser Sicht ist auch der Kommentar der Frau Professor Irmgard Oepen zu den charakterlichen Eigenschaften des Herrn Popp zu sehen. Sie hat sich in ihrem Leben vielleicht dreimal mit Popp kurz unterhalten. Er selbst wäre in seiner Beurteilung anderer Menschen mindestens ebenso vorsichtig und verantwortungsbewusst wie in seinen wissenschaftlichen Arbeiten. Wir wollen nicht den Eindruck erwecken, dass Popp nicht auch austeilen oder keine Kritik vertragen kann, auch wenn er sie für falsch halten sollte. Aber der Korrektheit wegen müssen wir auch im Zusammenhang mit der Witwe Oepen darauf hinweisen, dass Professor Schäfer (ehemals in Marburg tätig) nicht befugt ist, zu behaupten, Popps Theorie sei widerlegt. Er weiß das und setzt nun (nach unserem Eindruck zumindestens leicht irreführend) auf die Feststellung, er halte die Thesen für widerlegt, wogegen sicher nichts einzuwenden ist. Nach wie vor fehlt ihm aber jede nachvollziehbare Begründung dafür. Für nähere Auskünfte, auch über die in der Gegenwartsliteratur bereits hinlänglich beschriebenen Vorgänge, stehen wir gerne zur Verfügung.
Dennoch ist Herrn Fuß für seine Bemühungen zu danken, in dieser schwierigen Situation ein relativ objektives Bild abzugeben.

Im Auftrag des Internationalen Instituts für Biophysik,

Sophie Cohen