News Juli 2005

Meridiane

Offener Brief an Dr. F. Bahr

Offener Brief an Dr. F. Bahr, Schmerz & Akupunktur (bitte klicken)

Neues zur Visualisierung der Meridiane

Unsere Visualisierung der Meridiane (externer Linkpdfmeridian-ähnliche-Leitbahnen, MÄL), die wir inzwischen unter anderem in der pear-reviewed Zeitschrift JACM veröffentlicht haben (Schlebusch, K.P., Maric-Oehler, W., and Popp, F.A.: Biophotonics in the infrared spectral range reveal acupuncture meridian structure of the body, JACM 11 (2005), 171-173), ist weltweit auf überwiegend positive Resonanz gestoßen. Das große Interesse bleibt auch weiterhin auf hohem Niveau. Vielen Wissenschaftlern, die sich ernsthaft mit dieser Neuheit sachlich auseinandersetz(t)en, ist durch unsere Erläuterungen und gelegentlich auch durch eigene Erfahrungen klar (geworden):

  1. Die MÄL sind gekennzeichnet dadurch, dass sie bevorzugt anzuregen sind. Ganz im Gegensatz zu deutlich erkennbaren ähnlichen, aber nicht mit den Meridianen übereinstimmenden "Reflexionen", die man durch Variation der Relativposition der Anregungsquelle auf der Haut oder gar auf der Oberfläche toter Objekte erzeugen kann. Im Gegensatz zu diesen "Spiegelungen" nach Veränderung der Position der Anregungsquelle bleiben die MÄL relativ ortsfest erhalten, wenn man sie erst einmal angeregt hat. Es dauert oft auch einige Minuten, bis man die MÄL auf der Haut überhaupt stimulieren kann. Mit zunehmender Anregung sind die MÄL dann aber immer leichter anzuregen. Nach Abschalten der Lichtquelle bleiben sie kurze Zeit erhalten. Dieses eigenartige Verhalten kann mit simplen Reflexionseffekten sicher nicht erklärt werden.
  2. Die Farbtemperatur der Infrarotkamera unterscheidet sich wesentlich von der Gleichgewichtstemperatur auf den Meridianen. Während zum Beispiel die Kamera eine Farbtemperatur von zirka 50°C in den "heißen" Zonen der MÄL registriert, stellt ein Thermometer dort nur 33°C fest. Das ist ein Beweis für unseren Hinweis, dass wir es nicht mit einem Gleichgewichtssystem, sondern im wesentlichen mit Nichtgleichgewichts-Thermodynamik zu tun haben. Der Temperaturbegriff ist deshalb mit der nötigen Sorgfalt und mit dem nötigen Verständnis der physikalischen Grundlagen anzuwenden.

Unsere Hypothese, die sich auf die Existenz optischer Solitonen im biologischen System stützt, bedeutet unter anderem:

Wir sind mit der theoretischen und experimentellen Überprüfung der Phänomene auf der Grundlage der Arbeiten von R.N.Thomas1) beschäftigt und werden nach Analyse der Ergebnisse eine ausführliche physikalische Begründung der MÄL vorstellen. Die überraschend gute Übereinstimmung mit den aus der chinesischen Medizin bekannten Strukturen sind aus unserer Sichte eine deutliche Ermahnung zur Sorgfalt im Studium dieser Phänomene. Zusammen mit dem Kollegen Rothe der Universität Mainz beginnen wir nun die Grundlagenforschung zunächst im Bereich der Biophotonik an Pflanzen (s.a. Mandoli und Briggs2)) und an Zellpopulationen3,4).

Referenzen:

1) R.N.Thomas: Some Aspects of Non-Equilibrium Thermodynamics in the Presence of a Radiation Field. Boulder. Boulder, Colorado 1961.
2) Mandoli, D.F. and Briggs,W.R.: Optical Properties of etiolated Plant Tissues. Proc.Natl.Acad.Sci.U.S.A. 79 (1982), 2902-2906.
3) Y.Yan, F.A.Popp, S.Sigrist, D.Schlesinger, A.Dolf, Z.Yan, S.Cohen and A.Chotia: Further analysis of delayed luminescence of plants. J.Photochem.Photobiol.B 78 (2005), 235-244.
4) F.A.Popp, W.Maric-Oehler and K.P.Schlebusch: Symposium Coherence and Electromagnetic Fields in Biological Systems, 01.-04.07.2005, Institute of Radio Engineering and Electronics, Acady of Sciences of the Czech Republic, Prague.