Durchschnittlich zwei- bis dreimal täglich nimmt jeder Mensch normalerweise
Nahrung zu sich. Damit sollen dem Körper die Bausteine zur Verfügung
gestellt werden, die er braucht, um richtig funktionieren zu können.
Wir sprechen in diesem Zusammenhang von Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen
und nicht zuletzt von Energie, gemessen in Kalorien oder Joule, dem Treibstoff
für unseren Organismus. In unserer so genannten zivilisierten Welt
scheint die Versorgung mit diesen Stoffen allerdings nicht das Problem zu
sein angesichts des hohen Verbrauchs an Nahrungsergänzungsmitteln und
der hohen Anzahl übergewichtiger Menschen. Vielmehr scheint es, dass
die Weissagungen der nordamerikanischen Indianer eintreten, die bereits
von 350 Jahren prophezeiten, dass wir irgendwann vor vollen Tellern sitzen
und doch verhungern. Je üppiger das Angebot an Nahrung, desto kränker
die Menschen. Mittlerweile gehen Mediziner davon aus, dass zirka 80 Prozent
aller Erkrankungen in der westlichen Welt ernährungsbedingt sind -
die so genannten Zivilisationserkrankungen. Worin besteht aber dann
der Wert eines Lebensmittels, wenn nicht in seinem Gehalt an Energie, Vitaminen,
Spurenelementen und Mineralien?
Dr. Barbara Hendel sprach für Wasser & Salz mit dem international
renommierten Biophysiker und Begründer der Biophotonenforschung Professor
Dr. Fritz-Albert Popp über den wahren Wert unserer Lebensmittel.
Dr. Hendel: Herr Professor Popp, worin liegt Ihrer Meinung nach der
Wert eines Lebensmittels?
Prof. Popp: Der Wert eines Lebensmittels ist umso höher, je besser der Konsument durch das Lebensmittel informiert oder organisiert wird.
Dr. Hendel: Es sind also nicht in erster Linie die einzelnen Bestandteile
und Inhaltsstoffe, die den Wert eines Lebensmittels ausmachen?
Prof. Popp: Nein, Nahrung ist mehr als nur das Gemisch aus Kohlehydraten, Fetten, Eiweißen, Mineralsalzen, Vitaminen, Spurenelementen und Ballaststoffen. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Es kommt auf die ganzheitliche Ordnung an, so wie beispielsweise ein Gedicht nicht aus der Häufigkeit der verwendeten Buchstaben gesehen wird, sondern aus seiner Gesamtgestaltung verstanden werden muss. Entscheidend für den Wert eines Lebensmittels ist seine Fähigkeit, uns Ordnung übertragen zu können.
Dr. Hendel: Heißt das, dass wir die einzelnen Bestandteile
der Lebensmittel gar nicht brauchen?
Prof. Popp: Doch, für die Organisation brauchen wir auch Kalorien,
aber der Kaloriengehalt ist nicht so wichtig wie die Organisationsfähigkeit.
Ein Beispiel: Wenn ich eine Geige spiele, dann muss ich natürlich den
Geigensaiten über den Geigenbogen Energie zuführen, um sie zum Schwingen zu bringen. Entscheidend
aber ist die Fähigkeit, die Saiten in einer bestimmten Weise zum Schwingen
zu bringen. Unser Organismus ist vergleichbar mit einer Geige, die stets
den Bogen sucht, der sie am besten streicht.
Dr. Hendel: Wie kann man dieses Beispiel in Bezug auf unsere Nahrung
verstehen?
Prof. Popp: Die Qualität der Nahrung lässt sich nur verstehen
über ihre Auswirkung auf das Strahlungsfeld unseres Körpers. Hohe
Lebensmittelqualität bedeutet, dass die Nahrungsaufnahme die Ordnung
des Systems verbessert, niedrige Qualität führt zu Chaos. Das
ist es, was ich unter der Botschaft der Nahrung verstehe. Durch das Essen
kommt es zum Informationsaustausch, zu einer Botschaft der Nahrung.
Dr. Hendel: Wie kann man diese Qualität von Lebensmitteln, von
der Sie sprechen, messen?
Dr. Popp: Wir messen sie über die Lichtspeicherfähigkeit. Wir
sagen, die Qualität der Nahrung hängt mit der Fähigkeit zusammen,
in welchem Maß sie Licht speichern kann.
Dr. Hendel: Wenn ein Lebensmittel nicht mehr die Fähigkeit besitzt,
Licht zu speichern, hat es dann auch keine Ordnung mehr?
Prof. Popp: Ja, dann kann es auch keine Ordnung übertragen,
weil die Ordnung eben nur über das gespeicherte Licht übertragen
wird. Wenn ich also ein Lebensmittel auf seine Qualität hin testen
will, kann ich dies über seine Lichtspeicherfähigkeit messen.
Dr. Hendel: Nun stellt sich natürlich die Frage, wie eine optimale
Ernährung aussieht?
Prof. Popp: Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Hier
spielen subjektive Komponenten eine entscheidende Rolle. So dürfte
es vermutlich besser sein, Chinesen mit Reis und Europäer mit Kartoffeln
oder Weizen zu ernähren, obwohl es sich aus biochemischer und auch
ordnender Sicht um gleichwertige Nahrung handeln kann. 1943 starben in Bengalen
drei Millionen Menschen, weil man versucht hatte, ihnen ihre gewohnten,
aber knapp gewordenen Reisvorräte durch Weizen zu ersetzen. Eskimos
würden erfrieren, wenn wir ihnen statt des gewohnten rohen Fisches
pflanzliche Kost vorsetzen würden, und umgekehrt würden wir Europäer
erhebliche Verdauungsprobleme bekommen, wenn wir uns von rohem Fisch ernähren
müssten. Der Mensch ist zwar ein Allesfresser, aber es gibt unterschiedliche
Entwicklungen und Gewohnheiten der einzelnen Rassen.
Dr. Hendel: Aber entscheidend ist immer der Lichtgehalt der Nahrung?
Prof. Popp: Ja, wir sind primär nicht Kalorienfresser, auch keine Fleischfresser,
Vegetarier oder Allesfresser, sondern Lichtsäuger. Alle Lebewesen leben
vom Licht. Bei den Pflanzen ist es das Sonnenlicht, von dem sie sich ernähren.
In der Photosynthese entsteht das elementare Nahrungsmittel aller Zellen, sowohl für
Pflanze, Tierwelt und Mensch, nämlich Zucker. Die beiden Substanzen
Wasser und Kohlendioxyd, die in beliebiger Menge auf der Erde und in der
Atmosphäre vorhanden sind, verbinden sich in der Pflanze unter Einwirkung
des Sonnenlichtes zu Zucker. Bei Tieren und Menschen, die von Pflanzen leben,
werden die Zuckermoleküle wieder aufgeknackt in Kohlendioxyd und Wasser.
Kohlendioxyd wird über die Lunge abgeatmet, Wasser über die Haut
oder mit Urin ausgeschieden. Übrig bleibt im Organismus die Sonnenenergie,
die uns antreibt, versorgt und ordnet.
Dr. Hendel: Welche Lebensmittel enthalten dieses Licht, von dem Sie
sprechen?
Prof. Popp: Je natürlicher und frischer das Lebensmittel ist, desto
höher ist seine Lichtspeicherfähigkeit.
Dr. Hendel: Wie ist das mit Fleisch und Fisch?
Prof. Popp: Fleisch und Fisch sind prinzipiell gute Lichtspeicher, sie haben
sogar eine sehr hohe Fähigkeit, Ordnung zu übertragen. Leider
ist heutzutage der Fleischgenuss im Hinblick auf BSE, hormon- und antibiotikaverseuchtem
Fleisch nicht unproblematisch. Das hat nichts mehr mit dem zu tun, was wir
unter Fleisch verstehen. Wenn Sie jedoch die Möglichkeit haben, Fleisch
oder Fisch von natürlich gefütterten und artgerecht aufgezogenen
Tieren zu bekommen, kann dies ein wertvolles Lebensmittel sein. Das Gleiche
gilt im Übrigen für Eier. Eine von unserem Institut durchgeführte
Untersuchung mit Freilandeiern und Legebatterieeiern hat gravierende Unterschiede
gezeigt.
Dr. Hendel: Und was ist mit pflanzlicher Nahrung wie Obst und Gemüse?
Prof. Popp: Auch hier gilt, je weniger manipuliert wurde, umso besser. Bei
Pflanzen ist besonders die Intensität der Sonnenbestrahlung für
die Qualität von entscheidender Bedeutung. Auch die Art der Düngung
und der Einsatz von Pestiziden beeinflussen die Qualität. Ein Apfel,
der ein halbes Jahr in einer dunklen Gaskammer durch Einsatz von Chemikalien
am Verfaulen gehindert wird, hat, wenn überhaupt noch, nur einen Bruchteil
von der Lichtspeicherkapazität eines Apfels, der frisch vom Baum gepflückt
wurde. Aus diesem Grunde sollte man auch den Lebensmitteln den Vorzug geben,
die in der Region wachsen, und zwar zur jeweiligen Erntezeit.
Dr. Hendel: Was sagen Sie zu genmanipulierten Lebensmitteln?
Prof. Popp: Eine Sojabohne, die durch genetische Manipulation nach Kalbsschnitzel
schmeckt, löst einen ähnlichen Effekt aus wie den, der bei der
Vermischung von Mozarts Nachtmusik mit Armstrongs Jazz erreicht würde:
eine totale Verwirrung der Ordnung. Und das, obwohl beide Anteile für
sich genommen und zu verschiedenen Zeiten genossen, wundersame Harmonien
hervorzaubern könnten.
Dr. Hendel: Wie kann ich als Konsument erkennen, wie viel Licht ein
Lebensmittel enthält?
Prof. Popp: Die beste Möglichkeit ist die Beurteilung des Frischezustandes,
also über den visuellen Kontakt, den Augenschein.
Dr. Hendel: Aber da werden wir doch sehr oft getäuscht!
Prof. Popp: Das ist leider richtig.
Dr. Hendel: Der Verbraucher hat also keine Möglichkeit zu erkennen,
ob ein Lebensmittel im Sinne der Lichtqualität hochwertig ist?
Prof. Popp: Zunächst einmal nicht. Und hier an dieser Stelle greift
eben unsere Methode, unsere Lichtanalyse. Der Apparat kann nicht getäuscht
werden.
Dr. Hendel: Nun kann aber nicht jeder vor dem Verzehr seine Nahrung
von Ihnen untersuchen lassen!
Prof. Popp: Das ist richtig (lacht), ich teste ja auch nicht alles vorher,
was ich zu mir nehme. Es ist wichtig zu wissen, dass man nicht vollständig
auf die sensorische Prüfung zu verzichten braucht. Leider ist bei vielen
Menschen diese Fähigkeit verloren gegangen. Trainieren Sie Ihre Sinne,
dann können Sie sehr wohl merken, ob etwas gut oder schlecht ist. Fühlen
Sie eine Frucht, riechen Sie an ihr, das kann Ihnen bei Ihrer Entscheidung
helfen. Auch der Geschmack ist von großer Bedeutung. Eine Erdbeere,
bei Sonnenschein zum richtigen Reifepunkt frisch auf dem Feld gepflückt,
schmeckt einfach besser als eine Treibhauserdbeere, die halbgrün geerntet
wurde und dann in Kühlwägen Tausende von Kilometern durch die
Gegend gefahren wurde. Ein wichtiger Punkt ist auch, wie ich mich nach dem
Essen fühle. Wenn ich qualitativ hochwertige Lebensmittel zu mir genommen
habe, stellt sich anschließend ein behagliches Wärmegefühl
ein. Dieses Wärmegefühl ist ein Zeichen dafür, dass Ordnung
übertragen wurde.
Dr. Hendel: Wie beurteilen Sie die Behandlung von Lebensmitteln,
also raffinieren, kochen, einfrieren, konservieren usw.?
Prof. Popp: In der Regel gibt es hier einen Qualitätsverlust gegenüber
der frischen Ware. Aber der Qualitätsverlust kann sehr unterschiedlich
sein. Fleisch zum Beispiel müssen Sie kochen, da sich unser Organismus
während der Evolution, nachdem wir das Feuer erfunden haben, darauf
eingestellt hat. In der Tat ist es auch so, dass die Qualitätsverluste
durch Kochen bei Fleisch nicht dramatisch sind. Auch zum Beispiel Kartoffeln
oder grüne Bohnen sind für uns in gekochtem Zustand bekömmlicher
als in rohem. Raffinierte Produkte, wie zum Beispiel Nahrungsmittel aus
Weißmehl, verlieren in der Regel ihre Lichtspeicherfähigkeit.
Im Rahmen unserer Forschungsarbeiten haben wir unterschiedliche Speiseöle
untersucht. Hierbei hat sich gezeigt, dass die raffinierten Öle im
Vergleich zu den nicht raffinierten ihre Lichtspeicherfähigkeit vollständig
verloren haben.
Dr. Hendel: Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen zum Beispiel Krebserkrankungen
und der Qualität der Lebensmittel? Oder anders gefragt, sehen Sie einen
Chance, ein Krebsgeschehen mit Lebensmitteln von hohem Lichtwert positiv
zu beeinflussen?
Prof. Popp: Ja, unbedingt. Ich denke, dass die Ernährung in Krankheitsfällen
und insbesondere bei Krebs eine große Rolle spielt, weil es hier vor
allen Dingen auf die Ordnungsfunktion ankommt. Krebs bedeutet Chaos im Körper.
Lichtnahrung kann wieder Ordnung in den Organismus bringen.
Dr. Hendel: Was würden Sie unseren Lesern empfehlen, wie sie
sich ernähren sollten?
Prof. Popp: Vor allem sollten sie sich von ihrem gesunden Appetit leiten
lassen. Das funktioniert aber nur, wenn es sich um unverfälschte Lebensmittel
handelt. Das hat nichts mit der Sucht nach Süßigkeiten oder Junkfood
zu tun. Das Problem ist nämlich, dass der Konsument bei dieser Nahrung
gar nicht das bekommt, wonach sein Appetit verlangt. Sie essen, ohne richtig
satt zu werden, weil Ihr Appetit nicht befriedigt wurde. Untersuchungen
mit Katzen haben ergeben, dass die Katzen, die mit qualitativ minderer Dosennahrung
gefüttert wurden, auch wesentlich mehr gefressen haben als jene Katzen,
die mit frischen Mäusen gefüttert wurden.
Dr. Hendel: Und auf was sollte man sonst noch achten?
Prof. Popp: Erstens sollten die Lebensmittel möglichst frisch sein.
Zweitens sollten Sie versuchen, die Ware aus der näheren Umgebung zu
beziehen, so dass Sie den Hersteller kennen und so erfahren können,
wie die Ware produziert wird. Drittens rate ich Ihnen, Ihre Sinne, Auge,
Geruchssinn, Geschmack zu schärfen. Viertens sollten Sie Produkte bevorzugen,
die möglichst naturbelassen sind und an denen nicht herummanipuliert
wurde. Fünftens sollten Sie sich genau beobachten, wie viel Sie essen
müssen, um satt zu werden, oder wie wenig Ihnen genügt, um wirklich
befriedigt zu sein. Befriedigt auch in dem Sinne, dass sich durch das Essen
ein Behaglichkeitsgefühl einstellt. Wichtig ist, dass Sie Erfahrungen
sammeln, um wieder zu Ihrem gesunden, natürlichen Appetit zu finden,
und ein Bewusstsein entwickeln, das Sie gute von schlechten Lebensmitteln
unterscheiden lässt.
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