Aktuelle Mitteilung, 08. Juli 2002
Ganzheitliche Analyse der Lebensmittelqualität
Zur Biophotonik als Instrument für die ganzheitliche Analyse der Lebensmittelqualität
sind die wichtigsten Ergebnisse, wie folgt, zusammenzufassen:
- Methode: Die Methode besteht in der Registrierung der verzögerten
Lumineszenz (delayed luminescence, d.l.) für nicht-lebende Lebensmittel
und der d.l. und der "spontanen" Biophotonenemission im Fall noch
lebender Lebensmittel. Die totalen und eventuell auch spektralen Lichtintensitäten
werden in Abhängigkeit von der Zeit registriert und nach statistischen
Verfahren (z.B. Anpassungsverfahren für die Abklingfunktion, Faktorenanalyse)
ausgewertet.
- Einsatzgebiete: A) Mustererkennung, Identitätsprüfung,
B) Optimierung der Produktion, Lagerung und Verarbeitung, C) Erkennung interner
Faktoren, wie z.B. Inhaltsstoffe, Schadstoffe, genetische Veränderung,
Keimfähigkeit von Getreide, Frische, Reifezustand, D) Erkennung externer
Faktoren wie z.B. Einfluß von Boden, Klima, Düngung, Zusatzstoffen,
Lagerung, E) Qualitätseinstufung im "ganzheitlichen" Sinne,
Unterstützung der Sensorik.
- Ganzheitliche Qualität: Unter "ganzheitlicher Qualität"
versteht die "Biophotonik" die Fähigkeit des Lebensmittels,
den "Ordnungszustand" des Verbrauchers aufzubauen und zu stabilisieren.
Physikalisch ist die Lebensmittelqualität durch den Differentialquotienten
q = (¶ S/¶
E)V,F definiert, wobei S die Entropie des Konsumenten, E die freie
Energie des Lebensmittels unter den Randbedingungen konstanten Volumens und
konstanter Oberfläche des Konsumenten bedeuten. Die Entropieänderung
dS und die Energieänderung dE können auch als entsprechende Änderungen
des Lebensmittels und seiner Ausscheidungsprodukte gemessen werden. Diese
Differenzen sind entscheidend für die "Wertigkeit" des Lebensmittels
(einschließlich aller weiteren Einflüsse auf den Menschen). Die
Biophotonik weist nach, daß q mit den Meßwerten der Biophotonenemission
(d.l. und spontane Emission) korreliert.
- Die Objektivität ist gewährleistet, da subjektive Parameter
- bis auf den Interpretationsfreiraum bei der Faktorenanalyse - in die Analyse
nicht eingehen. Die bei der Faktorenanalyse nicht vermeidbare Subjektivität
der Interpretation ist in den Anwendungsfällen A) bis D) nach geeigneter
Standardisierung nicht erforderlich, bei D) aber minimal im Vergleich zu den
subjektiven Komponenten aller anderen Methoden, die subjektive Komponenten
zur Beurteilung der Lebensmittelqualität grundsätzlich ebenso nicht
ausschließen können. Die Lebensmittelqualität hat immer auch
subjektive Aspekte, die in ¶ S/¶
E im übrigen vollständig und im Prinzip "objektivierbar"
erfaßt sind.
- Die Validität ist in vollem Umfange gesichert, da die Qualität
(im Gegensatz zu allen anderen Verfahren) quantitativ definiert
ist.
- Die Reabilität des Verfahrens gründet sich auf die geringe
Fehlerbreite der Meßgenauigkeit in der Größenordnung von
weniger als 5%. Sie kann durch technische Optimierung und Nutzung gequetschten
Lichts noch beliebig verringert werden. Diese Optimierungsprozesse sind Gegenstand
eines laufenden Forschungsprojekts.
- Die Ökonomie hängt vom Anwendungsgebiet ab, dürfte
aber in den günstigsten Fällen die Ökonomie anderer Methoden
weit übertreffen. So sind zum Beispiel zur vollkommenen Qualitätsanalyse
eines Fisches zirka 100 000 EUR notwendig, wobei die Frische auf +/- 3 Tage
genau festzustellen ist. Nach Standardisierung des Verfahrens kann die Frische
des Fischs mithilfe der Biophotonik in wenigen Minuten auf +/- 1 Tag genau
festgestellt werden. Die Schnelligkeit, Sicherheit, Zuverlässigkeit und
extrem gute Reproduzierbarkeit des Verfahrens erlaubt den ökonomischen
Einsatz, der lediglich durch hohe Anschaffungskosten für das Gerät
reduziert wird.
- Wesentliche Referenzen für die o.a. Angaben:
- EP 0 430 150 B1, Verfahren zur Prüfung der Qualität und Qualitätsänderung
von biologischen Systemen und mit ihnen wechselwirkenden organisch-chemischen
Verbindungen mittels Messung der „ultraschwachen Photonenemission"
- G 94 17 845.3, Anlage zur Messung ultraschwacher Photonenemission
- US 5,421,344 Method and means of determining the health condition of a
living creature
- F.A.Popp: Biophotonik – eine nichtinvasive Methode zur Analyse der Lebensmittelqualität.
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- F.A.Popp: Die Botschaft der Nahrung- Unsere Lebensmittel in neuer Sicht.
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- J.J.Chang, J.Fisch and F.A.Popp: Biophotons. Kluwer Academic Publishers,
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- F.A. Popp, Y.Yan: Delayed Luminescence of biological systems in terms
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- D.V.Parkhomtchouk and M.Yamamato: Super-Delayed Luminescence from Biological
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- Y.Yan, F.A.Popp, G.M.Rothe: Correlation between Germination Capacity
and Biophoton Emission of Barley Seeds (Hordeum vulgare L.). Seed Science
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