News Januar 2002

Entwicklung eines neuen quantenoptischen Verfahrens

Nachträglich wünschen wir unseren Besuchern - das sind zur Zeit etwa 20 000 pro Monat - ein glückliches Neues Jahr.

Wir beginnen nun mit staatlicher Förderung die Entwicklung eines neuen quantenoptischen Verfahrens der Biophotonik zur Analyse biologischer Gewebe. Grundlagen sind unsere Arbeiten externer Link F.A.Popp, Y.Yan: Delayed luminescence of biological systems in terms of coherent states. Physics Letters A, 293 (1-2) (2002) pp, 93-97 und externer Link F.A.Popp, J.J.Chang, A.Herzog, Z.Yan and Y.Yan, Evidence of non-classical (squeezed) light in biological systems. Physics Letters A, 293 (1-2), pp 98-102, zu entnehmen (s. externer Link Physics Letters A, 293) Das Verfahren erlaubt es, die Qualität beliebiger Gewebeproben (z.B. Lebensmittel) in nicht-invasiver Weise mit höchster Sensitivität zu analysieren. Wir sind bereit, schon jetzt mit Industrieunternehmen zusammen zu arbeiten, die das Verfahren einsetzen wollen. Das Verfahren ist patentrechtlich geschützt.

Uns wurde auch bestätigt, daß mit unserem Verfahren zum ersten Mal elegant der Nachweis dafür gelungen ist, daß Materialien auch dann lebende Organismen empfindlich sowohl positiv als auch negativ beeinflussen können, wenn kein direkter Kontakt besteht, die Materialen aber längere Zeit einwirken können. Dieses Ergebnis dürfte insbesondere für die Baubiologie von Interesse sein.

Hinweisen möchten wir auch auf unsere Neuentwicklung der interner LinkAquaskopie" (Wasserschau).. Mithilfe unserer „Single-Photon-Counting"-Technik gelingt es, geringste Qualitätsänderungen auch von Wasser und Flüssigkeiten mit höchster Sensitivität und Zuverlässigkeit schnell zu registrieren. Mit dieser Methode werden einzelne Ladungsträger, die in der Flüssigkeit definiert induziert werden, in ihrem Rekombinationsleuchten beobachtet. Dieser Vorgang hängt empfindlich von allen möglichen Einflüssen ab, die auf die Flüssigkeit einwirken, so von Behandlungsverfahren, Inhaltsstoffen oder Kontaminationen. Die flüssigkeitsverarbeitende Industrie ist eingeladen, Kontakt mit uns aufzunehmen. Wir sind bereit, auch diese Methode industriell verwerten zu lassen.

Professor Popp, der bereits Invited Member der New York Academy of Sciences ist, wurde nun auch von der Russischen Akademie der Naturwissenschaften (RANS) auf Vorschlag der Moskauer Staatsuniversität zum „Foreign Member" ernannt. Die Feierstunde findet im Frühjahr 2002 in Moskau statt.