Ein Beispiel möge die allgemeine Situation der Nutzanwendung verdeutlichen:
Wir wissen, daß das Auge die ganzheitliche" Qualität der Lebensmittel subjektiv mit erstaunlicher Präzision beurteilen kann (S. Diemair, Lebensmittelqualität. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1990). Ersetzen wir das kritische Auge des Verbrauchers durch den objektiven Biophotonen-Detektor, dann fangen wir mehrere Fliegen mit einer Klappe. Wir erhalten meßbare, reproduzierbare und verläßliche digitale Werte, die mit höchster Sensitivität den Zusammenhang zwischen Qualität und visueller Wechselwirkung in den signifikanten Korrelationen der registrierten Daten beliebig oft abrufbar widerspiegeln. Die Methode ist so fein abgestimmt, daß Täuschungen durch künstliche Manipulationen (Farbstoffe, Glanz-Aufbesserung, Zusätze von Inhaltsstoffen, Konservierungsmaßnahmen etc.) im Gegensatz zur Wahrnehmung des Augenscheins nicht nur ihren Zweck verfehlen, sondern spielend aufgedeckt werden können (Lebensmittelzeitung vom 3. Mai 1996, S.78, und vom 6. März 1998, S. 81, Handelsblatt 58 (1999), S. 45). Die mit höchster Präzision und erstaunlich guter Reproduzierbarkeit aufgenommenen Signale der verzögerten Lumineszenz" werden mit modernen Methoden der statistischen Analyse so ausgewertet, daß ihr objektiver Informationswert den Aussagegehalt der herkömmlichen Analytik zwar nicht vollständig ersetzen kann, aber in vielfacher Hinsicht weit übertrifft, so wie eben auch das Auge der erfahrenen Hausfrau mehr zu erkennen vermag als aus einem vollständigen und eindrucksvollen Beipackzettel sorgfältig augelisteter Inhaltsstoffe jemals zu erfahren wäre. So ist es auch kein Zufall, daß die Biophotonik Freilandeier von Batterieeiern (ebenso wie die erfahrene Hausfrau) deutlich zu unterscheiden vermag, auch wenn die herkömmliche Analytik keine stofflichen Unterschiede erkennt. Entscheidend ist die Ordnung" der Nahrung, die vom Geschmack bis zur Verarbeitung in den Darmzotten das komplexe Wechselspiel zwischen dem Lebensmittel und seinem Konsumenten sorgfältigst steuert und organisiert.
Die statistische Auswertungen der Rohdaten erfordert für geeignete Proben keine subjektive Interpretation. Sie läßt es zunächst einmal im Gegensatz zur chemischen Analyse zu, die Dimension der geprüften Qualitäten zu bestimmen. Der Zusammenhang zwischen Ertragsvorteil und Verlust an Qualität wird hier deutlich, da man erkennt, daß die Bivalenz natürlicher Lebensmittel das Herauszüchten eines bestimmten Vorteils in der Regel mit dem Qualitätsverlust in komplementären Eigenschaften bestraft. So wird es zum Beispiel nicht gelingen, Rosen zu züchten, die gleichzeitig besonders gut aussehen und hervorragend riechen, weil sich Schönheit und Geruch in zwei unabhängigen Faktoren einer ganzheitlichen Analyse wieder finden. Das Optimum liegt in einem auf den Verwendungszweck angepaßten Kompromiß. Die Biophotonik erkennt das aus der statistischen Analyse der digital verwertbaren Meßparameter, die anzeigt, daß die Dimension mindestens 2 beträgt und konsequenterweise eine Aussage besser oder schlechter" gar nicht getroffen werden kann. Diese Aussage ist nur berechtigt innerhalb jeweils einer Dimension. Im Beispiel der Rosen gilt sie allein nur für das Aussehen, und sie gilt allein nur für den Duft, nicht aber für beide Eigenschaften gleichzeitig.
Neben der Dimension findet man dann die quantifizierbare Qualitätsreihenfolge in den Faktorwerten innerhalb der einzelnen Dimensionen. Soweit mit den Biophotonen-Meßwerten die Qualität erfaßt wird, garantiert diese Methode eine sichere, objektive und brauchbare und grundsätzlich unübertreffliche Bewertung der Qualität beliebiger vergleichbarer Proben
Eine nun fünfjährige Zusammenarbeit mit dem staatlichen Bildungs- und Versuchszentrum für Gartenbau in Münster-Wollbeck bestätigt diese Angaben (z,.B. AFZ. Der Wald 5 (1999), 249-250, oder J.Matschke: Inner Quality: Influence and Assessment in the Case of Selected Ornamental Plants, in Vorbereitung).
Diese Einschätzung der Methode wird nicht geteilt von denen, die sie nicht kennen. Sie wird aber bestätigt von allen, die sie längere Zeit erprobt haben, so besonders auch von japanischen Wissenschaftlern, zum Beispiel der Tokyo Denki University (D.V.Parkhomtschouk and Mikio Yamamoto: Super-Delayed Luminescence from Biological Tissues. J.Int.Soc.Life Info.Sci. 18, 2000, 413-417) und dem Landwirtschaftsministerium Japans, das in umfangreichen Biophotonik-Forschungsprojekten die Anwendbarkeit dieser Methode für eine Vielzahl von wichtigen Fragestellungen (Haltbarkeit, mikrobieller Befall, innere Qualität) bestätigt.