Biophotonenanalyse zur Bestimmung der Frische von Nahrungsmitteln
Anwendungsmöglichkeiten der Biophotonenanalyse sind in einem Unternehmen der Lebensmittelherstellung u.a.
- die Beurteilung des Frischezustands;
- die Beurteilung der Beschaffenheit der Fettkomponente (Alterung);
- Rückschlüsse auf die Schadstoffbelastung;
- Nachweis des Einflusses von thermischen Behandlungen (z.B. Einfrieren oder
Erhitzen);
- Qualitätsabstufungen zwischen Lebensmitteln z.B. in Abhängigkeit von bestimmten
Herstellungsverfahren (z. B. Verarbeitung, Verpackung oder Konservierung).
Anwendungsmöglichkeiten der Biophotonenanalyse
in der Lagerhaltung von Obst und Gemüse sind u.a.
- die Beurteilung des Frischezustands;
- die Bestimmung des Reifezustands und damit die Bestimmung
des optimalen Auslagerungszeitpunktes;
- Qualitätsabstufungen zwischen bestimmten Obst- bzw. Gemüsesorten
in Abhängigkeit von Lagerungsverfahren;
- Nachweis des Einflusses von Lagerschutzmitteln auf die
Qualität von Obst und Gemüse;
- Rückschlüsse auf die Schadstoffbelastung.
Die
Messung der Biophotonen erfolgt über Photomultiplier mit
optimierter single-photon-counting" -Schaltung.
Eine
gegenüber allen anderen Methoden hervorragende Stärke der
Biophotonik ist ihre extrem hohe Sensitivität bei gleichzeitig
guter Reproduzierbarkeit und Schnelligkeit.
Eine
weiterer wesentlicher Vorzug der Biophotonik ist die (inzwischen
gut dokumentierte) Tatsache, daß jede Änderung des untersuchten
Objekts sich auch in einer Änderung der Biophotonenemission
niederschlägt, und daß umgekehrt auch jede Änderung der
Biophotonenemission auf einer Änderung des untersuchten Objekts
beruht.
Die
Methode ist deshalb wie keine andere geeignet, schnell, sicher,
zerstörungsfrei und zuverlässig optische Visitenkarten lebender
und/oder organischer Materialien über die Biophotonenemission
und/oder die verzögerte Lumineszenz aufzunehmen.
- Das erlaubt die interpretationsfreie, aber
zuverlässige Nutzanwendung immer dann, wenn zwischen
zwei oder mehreren Proben lediglich nach geringen, aber
biologisch bedeutenden Unterschieden gefragt wird.
Beispiele: Die Biophotonik erlaubt es, noch dann
Unterschiede signifikant nachzuweisen, wenn herkömmliche
Methoden versagen, so zum Beispiel deutliche Unterschiede
zwischen Freiland- und Batterieeiern bei gleichen
Inhaltsstoffen,
Unterschiede in der Bio-Verträglichkeit natürlicher und
künstlich produzierter Pflanzenextrakte.
Literatur: J.-J.Etienne, F.A.Popp, E.Papaconstantin, and
H.Niggli: Low Level Luminescence of Acetabularia
Acetabulum as a Tool for Evaluating the Quality of
Cosmetic Ingredients. 17th IFSCC International
Congress, Yokohama (Japan), October 13-16, 1992.
- Das erlaubt die schnelle und zuverlässige
Erfassung der Qualität immer dann, wenn nach einer
Kalibrierung die Korrelation zwischen den konventionellen
Qualitätseigenschaften und den Meßgrößen der
Biophotonen-Emission zugrunde gelegt wird. Beispiele sind
schnelle und sichere Erfassung der Qualität von Eingangs-,
Verarbeitungs- und Ausgangsprodukten (Schnellkontrolle) ,
Bestimmung des Frischezustandes, der Haltbarkeit,
Optimierung der Lagerungs- und Verpackungsbedingungen,
etc.
Literatur: Fritz-Albert Popp: Biophotonik - Eine
nichtinvasive Methode zur Analyse der Lebensmittelqualität.
In: Zerstörungsfreie Qualitätsanalyse. Vortragsband der
Deutschen Gesellschaft für Qualitätsforschung (22.-23.März
1999, XXXIV. Tagung), Technische Universität München (Freising-Weihenstephan),
1999.
- In abgewandelter Form erlaubt der Einsatz
multivariater Verfahren die Bestimmung der Dimensionalität
der Qualität vergleichbarer Produkte und eine
quantitative Qualitätsrangordnung für die verschiedenen
Qualitätseigenschaften.
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